von lif 06.11.2026 12:01 Uhr

28 Meldungen zu manipulierten Süßigkeiten: Sieben Fälle geklärt

In Österreich hat die Polizei drei weitere Fälle geklärt, in denen Halloween-Süßigkeiten mit Metallgegenständen präpariert wurden. Auch diesmal dürften Kinder die Naschereien selbst manipuliert haben.

Bild: APA/dpa

Wie das Bundeskriminalamt am Freitag mitteilt, dürften die Kinder zuvor im Internet, in klassischen oder in sozialen Medien von ähnlichen Vorfällen erfahren haben. In der Mehrzahl der geklärten Fälle hätten Warnvideos, die sich über Instagram und andere Plattformen an Erziehungsberechtigte richten, den Kindern als „Ideengeber“ gedient. Insgesamt seien bisher 28 Meldungen zu mutmaßlich manipulierten Süßigkeiten eingegangen. Acht entfallen auf Niederösterreich, neun auf Oberösterreich, acht auf die Steiermark, zwei auf Wien und eine auf Salzburg. Geklärt wurden bisher sieben Fälle: je zwei aus Oberösterreich und der Steiermark sowie je einer aus Salzburg, Niederösterreich und Wien.

Die Ermittlungsgruppe „Treat“ im Bundeskriminalamt arbeitet mit den Landeskriminalämtern weiter an der Aufklärung aller Fälle. Schon zu Beginn der Ermittlungen sei vermutet worden, dass das Internet bei der Verbreitung solcher Inhalte und bei der Nachahmung eine wesentliche Rolle spielen dürfte.

Das Bundeskriminalamt betont aber erneut, dass die bisherigen Ergebnisse keine pauschalen Rückschlüsse auf die übrigen Fälle zulassen. Wichtig sei, tatsächliche Manipulationen von möglichen Nachahmungshandlungen zu unterscheiden und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen zu erkennen.

Kein harmloser Scherz

Die Behörde warnt davor, solche Handlungen nachzuahmen oder Manipulationen von Süßigkeiten als Scherz zu sehen. Es könne zu strafrechtlichen Folgen kommen. Wie die APA am Donnerstag berichtete, wurde bereits eine Jugendliche in Wien wegen des Verdachts der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt.

APA/UT24

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