von wk 31.10.2026 08:17 Uhr

Bletterbachschlucht erhält neues Finanzierungsmodell

Das Land stellt dem GEOPARC Bletterbach ab 2027 jährlich 350.000 Euro für seine institutionellen Aufgaben als UNESCO-Besucherzentrum zur Verfügung. Die Vereinbarung mit der Gemeinde Aldein und dem Sonderbetrieb gilt zunächst für zwei Jahre.

270 Millionen Jahre Erdgeschichte werden im GEOPARC Bletterbach greifbar: Zur Führung des Besucherzentrums haben Land Südtirol, Gemeinde Aldein und Sonderbetrieb "GEOPARC Bletterbach" eine Vereinbarung geschlossen. (Foto: LPA/Vera Brunetti)

Für den GEOPARC Bletterbach ist ein neues Führungs- und Finanzierungsmodell beschlossen. Die Landesregierung genehmigte am 30. Oktober auf Vorschlag von Landesrat Peter Brunner eine Vereinbarung zwischen dem Land Südtirol, der Gemeinde Aldein und dem Sonderbetrieb „GEOPARC Bletterbach“.

Die Vereinbarung gilt vom 1. Jänner 2027 bis zum 31. Dezember 2028. Sie soll eine qualifizierte und nachhaltige Führung des Besucherzentrums sicherstellen und einen stabilen Finanzrahmen schaffen. Mit der Neuausrichtung seien auch zusätzliche Aufgaben und ein höherer Finanzbedarf verbunden, erklärte Brunner.

Land zahlt jährlich 350.000 Euro

Das Land gewährt dem GEOPARC einen jährlichen Pauschalbeitrag von 350.000 Euro. Damit werden die institutionellen Aufgaben finanziert, die der Einrichtung als UNESCO-Besucherzentrum übertragen sind. Der Beitrag ist für Personal, Dienstleistungen sowie notwendige Güter und Materialien vorgesehen.

Die Gemeinde Aldein übernimmt jene Kosten, die nicht zu den vom Land finanzierten institutionellen Aufgaben gehören und auch nicht durch eigene Einnahmen des Sonderbetriebs gedeckt werden.

Besucherzentrum soll weiterentwickelt werden

Die Gemeinde Aldein hat den Sonderbetrieb „GEOPARC Bletterbach“ mit Jänner 2026 eingerichtet. Zuvor war die gemeindeeigene Einrichtung jahrelang vom Land unterstützt worden: zunächst über Förderungen aus dem Landschaftsfonds, später mit Beiträgen für Jahresprogramme. Diese deckten bis zu 70 Prozent der anerkannten Kosten.

Seit 2025 wird der GEOPARC strategisch neu ausgerichtet. Die Tätigkeit soll auf das gesamte Jahr ausgeweitet, das Besucherzentrum erweitert und die wissenschaftliche Arbeit weiterentwickelt werden. Geplant sind außerdem internationale Forschungs- und Kooperationsprojekte. Mit den Arbeiten zur Erweiterung des Besucherzentrums soll 2027 begonnen werden.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite