Zeitgeschichte im Blick: Abendveranstaltung in Bozen

Das Landesarchiv Südtirol und der Tiroler Geschichtsverein Bozen laden am Donnerstag, 5. November, zu ihrem jährlichen Abend zur Zeitgeschichte ein. Beginn ist um 17 Uhr im Ansitz Rottenbuch, Armando-Diaz-Straße 8, in Bozen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Archäologie und historische Fotografie
Nach den Grußworten von Landeskonservatorin Karin Dalla Torre stellt der Archäologe und Kurator Günther Kaufmann das Projekt „Under Propaganda. Archäologie zwischen Krieg und Frieden“ vor. Die Ausstellung im Südtiroler Archäologiemuseum ist noch bis November 2027 zu sehen.
Die Journalistin Caterina Longo berichtet über den Fotografen Sisto Sisti und sein Werk „Microcosmo Sinigo“. Darin hielt Sisti das Leben und Arbeiten im Chemiewerk und in der Werksiedlung der Montecatini in Sinich bei Meran zwischen 1935 und 1950 fest.
Heimatschutzbewegungen im Fokus
Die Zeithistorikerin Andrea Sommerauer aus Innsbruck und der Ethnologe Reinhard Bodner aus Klagenfurt stellen ihr Forschungsprojekt „Pflegefall Heimat“ vor. Es befasst sich mit der Geschichte der Heimatschutzbewegungen in Tirol und Südtirol von 1900 bis in die 1960er-Jahre. Moderiert wird dieser Teil von Gustav Pfeifer, dem Direktor des Landesarchivs.
Runder Tisch über Geschichtsrevisionismus
Zum Abschluss diskutiert Günther Pallaver mit Marcello Bonazza aus Trient, Klara Rieder aus Bruneck, Horst Schreiber aus Innsbruck und Lorenzo Vianini aus Bozen die Frage, ob sich im Land ein schleichender Geschichtsrevisionismus beobachten lässt.






