von lif 29.10.2026 10:25 Uhr

Eigene Leerstandsmanagerin: Lüsen will Ortskern beleben

Die Gemeinde Lüsen will leerstehende Gebäude wieder nutzbar machen und hat dafür eine eigene Leerstandsmanagerin eingesetzt. Als eine der ersten Gemeinden Südtirols setzt sie auf aktives Leerstandsmanagement.

Lüsen (Bild: Simon Profanter)

Wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt, stehen laut einer Erhebung für das Gemeindeentwicklungsprogramm 62 Gebäude teilweise oder ganz leer, davon rund 50 Wohnungen. „Das hat uns zu denken gegeben und dazu animiert, aktiv etwas gegen diesen Trend zu unternehmen“, sagt Leerstandsmanagerin Evelyn Hinteregger. Am Dienstagabend informierten Bürgermeisterin Carmen Plaseller und Hinteregger Eigentümer bei einer Veranstaltung in Lüsen über die Folgen des Leerstands und mögliche Lösungen. Wenn Gebäude lange ungenutzt bleiben, drohen Feuchtigkeit, Schäden und Verfall, Sanierungen werden aufwendiger und teurer. Auch das Dorf spürt das: Wohnungen fehlen, Geschäfte bleiben geschlossen, Treffpunkte verschwinden, während anderswo neu gebaut und Fläche verbraucht wird.

Hinteregger ist Ansprechperson für Menschen mit leerstehenden Immobilien ebenso wie für jene, die Wohn-, Geschäfts- oder andere Räume suchen. Sie informiert über Nutzungsmöglichkeiten, vermittelt Fachberatungen und bringt Angebot und Nachfrage zusammen. Es gehe darum, Eigentümer aktiv und individuell zu begleiten.

Die Plattform Land unterstützt das zweijährige Vorhaben mit Information, Schulung der Leerstandsmanagerin, dem Aufbau einer örtlichen Sanierungsberatung und weiteren Veranstaltungen. Dazu gehören auch Zwischennutzungen, bei denen leerstehende Räume vorübergehend für soziale, kulturelle oder wirtschaftliche Zwecke geöffnet werden.

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