Ausländeranteil in Südtirol steigt auf 11,1 Prozent

Die am Montag in Bozen vorgestellten Zahlen des Statistischen Jahrbuchs zur Einwanderung 2026 zeigen einen Anstieg um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt der Ausländeranteil in Südtirol deutlich über dem italienischen Durchschnitt von 9,4 Prozent. Rabensteiner gibt allerdings zu bedenken, dass Eingebürgerte in dieser Statistik nicht mehr als Ausländer aufscheinen. Die Zahl bilde daher seiner Ansicht nach nicht das gesamte Ausmaß der Zuwanderung ab.
Besonders kritisch sieht der STF-Politiker die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt sowie auf die deutsche und ladinische Minderheit. Er warnt vor Folgen für Sprache, Kultur und Tiroler Identität. Zudem fordert er strengere Konsequenzen, wenn Menschen sich nicht integrieren, die geltenden Gesetze missachten oder die gesellschaftlichen Grundsätze Südtirols nicht respektieren. Auch mögliche Probleme im Zusammenhang mit der Gleichberechtigung und der Stellung der Frau spricht er an.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte. Unternehmen, die von diesen Arbeitskräften profitierten, müssten nach Ansicht Rabensteiners auch Verantwortung für deren Unterbringung und Integration übernehmen. Es dürfe nicht sein, dass Arbeitgeber niedrige Löhne zahlten und die Allgemeinheit anschließend für die Wohnkosten aufkomme. Wer Arbeitskräfte aus dem Ausland beschäftige, müsse außerdem dafür sorgen, dass diese Deutsch lernten.
Statt den Personalmangel durch weitere Zuwanderung auszugleichen, spricht sich Rabensteiner dafür aus, abgewanderte Südtiroler zur Rückkehr zu bewegen. Dafür brauche es bessere Löhne, attraktive Arbeitsplätze und eine gezielte Förderung wichtiger Berufsbilder. Gleichzeitig fordert er eine stärkere Familienpolitik mit leistbarem Wohnraum und mehr Unterstützung für Familien, um dem Geburtenrückgang entgegenzuwirken.
Hannes Rabensteiner bekräftigt abschließend seine Forderung nach einem Zuwanderungsstopp, insbesondere aus Ländern, deren kulturelle Prägung seiner Einschätzung nach nicht mit den gesellschaftlichen Grundsätzen Südtirols vereinbar sei. Für die Süd-Tiroler Freiheit gelte dabei der Grundsatz, dass die Interessen der einheimischen Bevölkerung Vorrang haben müssten.






