von ih 27.10.2026 06:17 Uhr

Ausländer-Schlägerei in Rittner Seilbahn: Das sagt Alfreider

Eine brutale und gewalttätige Schlägerei unter Ausländern in einer Kabine der Rittner Seilbahn hat Fragen zur Sicherheit in den Öffis aufgeworfen. Wie aus der Antwort von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider auf eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit hervorgeht, wurde der Vorfall von Überwachungskameras aufgezeichnet und das Material den Ordnungskräften übergeben.

Foto: STA / Daniel Gütl

Landesrat wurde über Schlägerei informiert

Laut Landesrat Daniel Alfreider wurde er am 26. August 2026 vom Betreiber der Rittner Bahn über die Ausländer-Schlägerei informiert. Das Betriebspersonal dokumentierte die Auseinandersetzung intern. Der diensthabende Betriebsleiter verständigte umgehend die Ordnungskräfte. Welche Konsequenzen dem mutmaßlichen Aggressor drohen, entscheiden die zuständigen staatlichen Behörden. Dessen Staatsangehörigkeit sei nicht bekannt, betonte der Landesrat.

In einer Landtagsanfrage wollten Sven Knoll, Myriam Atz, Hannes Rabensteiner und Bernhard Zimmerhofer unter anderem wissen, weshalb während der Fahrt nicht über die Sprechanlage Kontakt zur betroffenen Kabine aufgenommen wurde. Alfreider erklärte dazu, dass bei der Rittner Seilbahn bis zu zehn Kabinen gleichzeitig unterwegs seien und die Betriebsvorschriften keine Überwachung der einzelnen Kabinen vorsähen.

Über eine Notruftaste könne jederzeit Kontakt zum diensthabenden Personal hergestellt werden. Im konkreten Fall habe allerdings keiner der Fahrgäste diese Möglichkeit genutzt.

Personal kann nicht einschreiten

Das Personal der Seilbahn dürfe bei körperlichen Auseinandersetzungen nicht selbst physisch eingreifen, da es keinen Polizeistatus habe. Es sei deshalb angehalten, bei Bedarf die Ordnungskräfte zu verständigen. Mitarbeiter, die regelmäßig mit schwierigen Fahrgästen zu tun haben, würden zudem wiederkehrend im Umgang mit solchen Situationen geschult.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen kündigte Alfreider in seiner Antwort nicht konkret an. Er verwies darauf, dass täglich knapp 10.000 Züge, Busse und Seilbahnen in Südtirol unterwegs seien und jährlich fast 60 Millionen Fahrgäste beförderten. Die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitern sei weitestgehend gewährleistet; Vorfälle wie jener auf der Rittner Seilbahn seien die absolute Ausnahme.

Aggressives und gewalttätiges Verhalten gegenüber Fahrgästen oder Personal werde unabhängig von der Herkunft der beteiligten Personen nicht toleriert, erklärte Alfreider in seiner Antwort auf die Landtagsanfrage.

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