von lif 26.10.2026 06:21 Uhr

Urzì hetzt gegen Schützen

Alessandro Urzì (Fratelli d’Italia) geht nach dem Zapfenstreich der Schützen in Bozen auf Konfrontation. In einem Facebook-Post bezeichnet der Abgeordnete die Veranstaltung auf dem Waltherplatz als „nostalgische Kundgebung“ und attackiert die Schützen heftig.

Quelle: Alessandro Urzì, Facebook

Urzì bezeichnet die Veranstaltung als „nostalgische Kundgebung“, die an die Theorie des nationalsozialistischen Anschlusses erinnere. Die Schützen nennt er „radikalisiert“ und spricht von „klaren ausländischen Einflüssen“, mit denen die guten Beziehungen zwischen Italien und Österreich in Frage gestellt werden sollten. Das gelinge aber nicht, weil die „Antikörper“ viel stärker seien als die Provokationen. Zur Begründung verweist er auf das Abkommen von 1946, mit dem Italien Südtirol eine weitgehende Autonomie zugestanden habe. Die Autonomie sei die Gegenleistung dafür, dass Österreich die Unveränderlichkeit der Grenze zwischen Italien und Österreich anerkenne. Jeder dürfe fühlen, was er wolle, auch bei der eigenen Nationalität. Man könne die Autonomie aber nur als Pakt der Loyalität verteidigen oder deren Grundlagen in Frage stellen.

Die „Demonstranten in Lederhosen“ sollten ihre Anliegen in Wien oder Innsbruck vorbringen, schreibt Urzì, denn Österreich sei die wichtigste Garantin der Brennergrenze. Österreich habe diese Abkommen nie in Frage gestellt, weil das die Stabilität Europas gefährden würde. Wer die Grenzen verschieben wolle, seien nur Neonazis in Österreich oder Deutschland.

Die Schützen bezeichnet er als „kleines Volk von Verzweifelten in Tracht“, das mit düsterem Auftreten Armeen nachahme. Sie seien „erklärte Feinde der Autonomie“ und damit auch Österreichs, das sie ignoriere. Sie könnten die Zusammenlebenskultur der Sprachgruppen nicht erschüttern, sondern weckten höchstens „zärtliches Mitleid“.

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