Südtirol setzt auf EU-Gelder gegen Schulabbruch

Insgesamt stehen dem Land dafür 21 Millionen Euro aus dem ESF+ zur Verfügung. Neun Projekte, die 2025 vom Amt für den Europäischen Sozialfonds genehmigt wurden, laufen in den Schuljahren 2025/2026 und 2026/2027 an deutsch und italienischsprachigen Grund-, Mittel- und Oberschulen. Erreicht wurden 6.019 Mädchen und 7.129 Jungen, berichtet das Landespresseamt Südtirol in einer Aussendung.
Allein im Schuljahr 2025/2026 waren 147 Bildungseinrichtungen beteiligt, 80 deutschsprachige und 67 italienischsprachige. Fast die Hälfte davon (47,3 Prozent) waren Grundschulen, dazu kamen 24,7 Prozent Mittelschulen, 14,4 Prozent Oberschulen und 13,7 Prozent Berufsschulen. 9.485 Schüler der deutschen und 3.663 der italienischen Sprachgruppe wurden erreicht.
Die Maßnahmen sollen den Verbleib im Bildungssystem sichern und helfen, die Schulpflicht zu erfüllen und einen Abschluss zu erlangen. Dazu gehören die Stärkung der Kompetenzen, die Vorbeugung des Schulabbruchs sowie sozialpädagogische und psychologische Unterstützung. Landesrätin Magdalena Amhof sagte bei der Veranstaltung: „Bildung ist das Fundament, auf dem ein selbstbestimmtes Leben aufbaut.“ Es sei die Pflicht von Gesellschaft und Politik, dabei kein Kind zurückzulassen. Martha Gärber, Direktorin der Abteilung Europa, betonte, die Maßnahmen gegen den Schulabbruch blieben bis zum Ende der Programmperiode das Herz des ESF+. Claudia Weiler, Direktorin des Amtes für den Europäischen Sozialfonds, nannte als Gründe für den Schulabbruch unter anderem Leistungsschwäche, persönliche Probleme und fehlende Motivation.
Ilaria Bergami von der Europäischen Kommission sagte, die Schulabbruchquote sei gesunken. Italien liege 2025 mit 8,2 Prozent unter dem EU Schnitt, Südtirol bei rund neun Prozent. Es gebe aber noch Spielraum, die Quote weiter zu senken.






