von wk 24.10.2026 11:33 Uhr

Nach tödlicher Lawine: Alpenverein will Sicherheitsstandards weiterentwickeln

Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat das Ermittlungsverfahren gegen die Leiterin einer Skitourengruppe eingestellt. Das Unglück im Großarltal mit vier Todesopfern erinnert vor dem bevorstehenden Winter daran, dass auch sorgfältige Planung keine absolute Sicherheit bietet.

Foto: Alpenverein/Ralf Hochhauser

Vier Menschen kamen ums Leben

Am 17. Jänner 2026 wurde eine siebenköpfige Gruppe im Rahmen eines Ausbildungskurses am Throneck im Großarltal von einer Lawine erfasst und vollständig verschüttet. Vier Menschen starben. Drei überlebten, darunter die staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin, die die Gruppe leitete.

Die Staatsanwaltschaft Salzburg stellte das Ermittlungsverfahren gegen die Leiterin ein. Laut den Ermittlungsergebnissen lag kein Sorgfaltsverstoß vor. Demnach sei nicht vorhersehbar gewesen, dass sich an diesem Tag in diesem Geländeabschnitt eine Lawine löst.

"Ein Restrisiko nie vollständig ausgeschlossen"

Der Österreichische Alpenverein zeigte sich erleichtert über die Einstellung des Verfahrens, betonte aber zugleich seine anhaltende Betroffenheit. „Unsere Verantwortung als Alpenverein bleibt: aus diesem Unglück zu lernen und alles in unserem Einflussbereich zu tun, damit sich eine solche Tragödie möglichst nicht wiederholt“, erklärte Präsident Wolfgang Schnabl.

Jörg Randl, Leiter der Abteilung Bergsport des Alpenvereins, sagte, das Unglück habe gezeigt, dass selbst sorgfältige Tourenplanung, hohe bergsportliche Kompetenz und die Beachtung etablierter Sicherheitsstandards einen Unfall nicht immer verhindern könnten. „Auch wenn ein Restrisiko nie vollständig ausgeschlossen werden kann“, müsse sich der Alpenverein bei der Sicherheit stetig weiterentwickeln.

Tödliches Unglück als Mahnung für die kommende Wintersaison

Mit dem bevorstehenden Winter rückt die Lawinengefahr bei Skitouren wieder stärker in den Blick. Der Fall im Großarltal macht deutlich: Erfahrung und gute Vorbereitung sind wichtig, bieten aber keine Garantie, dass eine Tour ohne Gefahr bleibt. Der Alpenverein will die bestehenden Sicherheitsstandards weiterentwickeln.

Die Angaben zum Unglück und zur Einstellung des Verfahrens stammen vom Österreichischen Alpenverein.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite