6,62 Millionen Euro für die Weidehaltung auf Almen

Ab Montag, 19. Oktober, zahlt das Land die Weideprämie schrittweise aus. 4740 landwirtschaftliche Betriebe erhalten die Förderung für insgesamt 33.100 Großvieheinheiten. Pro Großvieheinheit werden 200 Euro gewährt. Damit beläuft sich die Auszahlung auf insgesamt 6,62 Millionen Euro. Im Durchschnitt trieben die Tierhalter sieben Großvieheinheiten auf die Almen.
Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher sieht in der Prämie eine Unterstützung für die Betriebe und die traditionelle Almwirtschaft. „Wer Tiere auf die Alm bringt, stärkt Tierwohl und Tiergesundheit und trägt gleichzeitig dazu bei, unsere Almen offen und lebendig zu halten. Die Weideprämie ist deshalb eine gezielte Unterstützung für die Betriebe und für den Fortbestand der traditionellen Almwirtschaft“, sagt Walcher.
Mindestens 60 Tage auf der Alm
Mit der Förderung unterstützt das Land die Alpung von Rindern und Pferden. Voraussetzung ist, dass die Tiere im Jahr der Antragstellung mindestens 60 Tage auf einer Alm gehalten wurden. Die Tage müssen nicht aufeinanderfolgen. Anspruch haben landwirtschaftliche Unternehmen, die in der Nationalen Viehdatenbank eingetragen sind und mindestens eine Großvieheinheit auf die Alm bringen. Die Prämie wird pro Tier und Alpungsperiode einmal gewährt.
Ressortdirektor und Landwirtschaftsabteilungsdirektor Ulrich Höllrigl betont die Bedeutung der Almwirtschaft für die Berglandwirtschaft: „Die Almwirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil der Südtiroler Berglandwirtschaft. Mit der Prämie honorieren wir die Arbeit der bäuerlichen Betriebe, fördern die Aufzucht und unterstützen eine tiergerechte Haltung. Zugleich schaffen wir einen Anreiz für Bergbauernbetriebe, weiterhin auf Tierhaltung und Milchproduktion zu setzen.“
Auszahlung nach Abschluss der Kontrollen
Die Überweisungen erfolgen schrittweise, sobald die vorgesehenen Kontrollen abgeschlossen sind. Die Prämie soll einen Teil der Kosten ausgleichen, die den Betrieben durch die Weidehaltung entstehen – etwa für Transport, Hirtenpersonal, Versicherung und Pacht.
„Die Weideprämie gleicht einen Teil der Kosten aus, die den Betrieben etwa für Transport, Hirtenpersonal, Versicherung, Pacht und weitere Aufwendungen der Weidehaltung entstehen“, erklärt Matthias Profanter, Direktor des Landesamtes für Viehzucht in der Abteilung Landwirtschaft.






