von ih 13.10.2026 13:39 Uhr

Neue Ombudsfrau soll Rechte von Inhaftierten in Bozen stärken

Im Bozner Gefängnis steht seit Kurzem eine neue Anlaufstelle für Menschen, deren persönliche Freiheit eingeschränkt ist, zur Verfügung. Am Dienstag wurde die Ombudsfrau Alessandra Orlandi offiziell vorgestellt. Gleichzeitig unterzeichneten Landtagspräsident Angelo Gennaccaro und Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem Südtiroler Landtag und der Stadtgemeinde.

Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung zur Zusammenarbeit von Südtiroler Landtag und Stadtgemeinde Bozen zur gemeinsamen Ausübung der Aufgaben der Garantin für die Rechte von Personen unter Freiheitsentzug: Landtagspräsident Gennaccaro (li.) und Bürgermeister Corrarati (2. v.r.) mit Ombudsfrau Orlandi und Gefängnisdirektor Monti. - Foto: Südtiroler Landtag.

Alessandra Orlandi ist seit September im Amt. Sie setzt sich für die Rechte von Inhaftierten sowie von Menschen ein, die sich etwa in medizinischer Zwangsbehandlung oder in Einrichtungen mit eingeschränkter persönlicher Freiheit befinden. Ziel ist es, ihre Anliegen stärker in den Mittelpunkt zu rücken und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Landtagspräsident Angelo Gennaccaro betont, dass auch Menschen, die ihre Stimme nicht selbst Gehör verschaffen können, Rechte haben, die geschützt werden müssen. Die Vereinbarung mit der Stadt Bozen soll die verfügbaren Ressourcen bündeln und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Einrichtungen stärken.

Auch Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati sieht in der neuen Ombudsstelle einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Menschenwürde. Zudem soll sie den Dialog zwischen Inhaftierten, Gefängnisverwaltung und Institutionen fördern und die Wiedereingliederung ehemaliger Häftlinge in die Gesellschaft unterstützen.

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