Armut auf der Welt nimmt wieder zu

Wie das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP mitteilt, ist sein Armutsindex zum ersten Mal seit seiner Einführung im Jahr 2010 gestiegen. Weltweit leben demnach 1,2 Milliarden Menschen in akuter Armut. Das sind 51,5 Millionen mehr als im Vorjahr. Gemessen wird dabei nicht nur das Einkommen. Es geht auch darum, ob Menschen genug zu essen haben, zur Schule gehen können und Zugang zu sauberem Wasser, Strom und Toiletten haben.
Die meisten der ärmsten Menschen leben in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder. Laut UNDP liegt der Anstieg vor allem am Bevölkerungswachstum.
Es gibt aber auch gute Nachrichten: 33 Länder haben den Anteil der Armen in den vergangenen 15 Jahren mehr als halbiert. Deutliche Fortschritte gab es etwa in Ägypten, Nepal und Tadschikistan. UNDP Chef Alexander De Croo spricht dennoch von einem „Weckruf“. Hunger, fehlende Schulbildung und der Mangel an Wasser oder Strom würden sich gegenseitig verstärken.vv






