Schützenwallfahrt: Ehrungen für Hildegard Flor und Werner Neubauer

Hunderte Schützen, Marketenderinnen und Gäste haben am Sonntag in Absam an der 61. Tiroler Schützenwallfahrt teilgenommen. Die Veranstaltung brachte Abordnungen aus Nord-, Süd- und Welschtirol zusammen. Unter dem Motto „Eine Heimat ohne Grenzen, die Einheit im Glauben“ stand das gemeinsame Bekenntnis zur Heimat und zur Zusammengehörigkeit der historischen Tiroler Landesteile im Mittelpunkt.
Die Wallfahrt wurde vom Verband Tiroler Schützen organisiert, dem der Bund der Tiroler Schützenkompanien, der Südtiroler Schützenbund und der Welschtiroler Schützenbund angehören. Nach dem Empfang der Ehrengäste am Gemeindeplatz führte der Bittgang an der Marien-Basilika vorbei durch Absam. Anschließend wurde am Sportplatz ein Festgottesdienst gefeiert. Dabei wurde auch der verstorbenen Schützenkameraden, Marketenderinnen, Freunde und Unterstützer gedacht. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Musikkapelle Thaur und der Speckbacher Schützenkompanie Absam.
Eduard-Reut-Nicolussi-Medaille wurde verliehen
Ein Höhepunkt war die Verleihung der Eduard-Reut-Nicolussi-Medaille. Die Auszeichnung würdigt Menschen, die sich außerhalb der Schützenbünde für die Einheit Tirols und das Zusammenwachsen seiner Landesteile einsetzen. In diesem Jahr erhielten die Publizistin und Fotografin Hildegard Flor von der Tageszeitung „Dolomiten“ sowie der Buchautor, Publizist und Regisseur Werner Neubauer die Ehrung. Flor wurde auf Vorschlag des Welschtiroler Schützenbundes ausgezeichnet, Neubauer auf Vorschlag des Südtiroler Schützenbundes.
Der Preis erinnert an Eduard Reut-Nicolussi, einen 1888 in Trient geborenen Juristen und Politiker, der sich für die Einheit und Freiheit Tirols einsetzte.
Der Landeskommandant des Bundes der Tiroler Schützenkompanien, Thomas Saurer, verwies auf das erfolgreiche Schützenjahr 2026. Besonders das Alpenregionstreffen in Innsbruck habe gezeigt, wie lebendig die Tradition sei und wie stark die Gemeinschaft zusammenhalte. Die Wallfahrt sei eine Gelegenheit gewesen, innezuhalten, Dank auszusprechen und gemeinsam Kraft für die Zukunft zu schöpfen.






