Online-Betrüger in Gröden: 420 Euro für einen Mietwagen verloren

Ein angeblicher Online-Autoverleih hat einen 42-Jährigen aus der Provinz Cagliari um 420 Euro gebracht. Ermittler der Kompanie St. Ulrich haben zwei Männer wegen des Verdachts auf Betrug angezeigt. Beide befinden sich auf freiem Fuß.
Kontakt lief ausschließlich über WhatsApp
Der Mann wollte zu günstigen Bedingungen einen Kleinwagen mieten. Die vermeintlichen Vermieter führten die Kommunikation ausschließlich über WhatsApp und drängten auf eine rasche, schwer nachverfolgbare Zahlung. Nachdem eine Sofortüberweisung auf das Konto eines der Männer zunächst gescheitert war, überwies das Opfer 420 Euro auf das Konto eines 19-Jährigen aus der Provinz Neapel. Danach brachen die vermeintlichen Autovermieter den Kontakt ab.
Ermittlungen führten zu weiterem Verdacht
Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen 19-Jährigen aus der Provinz Neapel und einen 45-Jährigen aus der Provinz Ascoli Piceno. Der Ältere war den Ordnungskräften bereits wegen ähnlicher Straftaten bekannt.
Die Ermittler verfolgten die Geldflüsse und erhärteten damit den Verdacht gegen den jungen Mann, auf dessen Konto die 420 Euro eingegangen waren. Zugleich stießen sie auf weitere mutmaßliche Betrugsfälle: Dem 45-Jährigen wird vorgeworfen, regelmäßig Geld aus verschiedenen Betrügereien über sein Konto weitergeleitet zu haben. Gegen ihn wird daher auch wegen Geldwäsche ermittelt. Der Umfang der mutmaßlich illegalen Geschäfte wird auf mehr als 5.000 Euro geschätzt.
Warnung vor Zahlungen auf Privatkonten
Die Ermittler raten Bürgern und Urlaubern zu besonderer Vorsicht bei Buchungen und Einkäufen im Internet. Skepsis sei angebracht, wenn ein Unternehmen ausschließlich über WhatsApp kommuniziere oder eine Sofortüberweisung auf ein Privatkonto verlange. Bei verdächtigen Zahlungsaufforderungen sollte man nicht überweisen und die Notrufnummer 112 verständigen.
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