Tausende Wohnungen stehen leer: Grüne wollen das ändern

Wie die Grüne Fraktion mitteilt, will sie in der Oktobersitzung des Landtags einen Antrag mit dem Titel „Wohnen in Südtirol“ einbringen. Die Idee: Statt nur neu zu bauen, sollen bestehende leere Wohnungen wieder vermietet werden. Laut den Grünen geben Südtiroler Haushalte im Schnitt 41,6 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen aus. Rund 70 Prozent der Menschen leben in einer eigenen Wohnung, nur etwa zehn Prozent der Wohnungen sind vermietet. Dazu kommt, dass viele Wohnungen an Touristen vergeben werden. Gleichzeitig steht rund jede zehnte Wohnung leer.
Viele Eigentümer würden aus Angst vermieten, dass die Miete nicht bezahlt wird, oder weil ihnen der Aufwand zu groß ist, erklären die Abgeordneten Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer. „Es braucht jemanden, der Vertrauen zwischen Eigentümern und Mietern schafft.“
Vorbild Welschtirol
Die Grünen orientieren sich dabei an Welschtirol. Dort gibt es die Stiftung „Fondazione Trentino Abitare“. Sie bietet Eigentümern eine Versicherung, Beratung und Begleitung während des gesamten Mietvertrags. Die Miete ist garantiert. Wer eine Wohnung sucht, bekommt Hilfe bei der Suche und zahlt einen leistbaren Preis. Eine ähnliche Einrichtung soll es nach dem Willen der Grünen auch in Südtirol geben, etwa als Stiftung oder als gemeinsame Einrichtung von öffentlicher Hand und Privaten. Sie soll Eigentümer und Wohnungssuchende zusammenbringen.
„Um das Recht auf Wohnen zu gewährleisten, braucht es ein starkes Eingreifen der öffentlichen Hand“, sagt Oberkofler. Sonst werde der Wohnungsmarkt weiter von Spekulation bestimmt.






