Chinesin kapert WhatsApp-Konto von Pustererin

Plötzlich geht nichts mehr: Eine 69-jährige Frau aus Sexten kann sich nicht mehr bei WhatsApp anmelden. Während sie selbst keinen Zugriff mehr auf ihr Konto hat, verschickt jemand in ihrem Namen Nachrichten an Freunde und Verwandte. Darin werden die Empfänger dringend um Geld gebeten. Hinter dem Betrugsversuch soll eine chinesische Staatsbürgerin stecken.
Die Seniorin erstattete Anzeige. Die Ordnungshüter in Sexten nahmen die Ermittlungen auf und werteten digitale Spuren aus. Damit gelang es ihnen, die mutmaßliche Täterin ausfindig zu machen. Die Frau wurde bei der zuständigen Justizbehörde angezeigt.
Besonders perfide: Durch den Zugriff auf das WhatsApp-Konto hatte die Verdächtige auch Zugriff auf das gesamte Adressbuch der 69-Jährigen. Sie konnte sich gegenüber den gespeicherten Kontakten als die Seniorin ausgeben und versuchen, sie mit dringenden Geldforderungen zu einer Überweisung zu bewegen. Ob jemand tatsächlich Geld überwiesen hat, ist nicht bekannt.
Für die 69-Jährige war der Vorfall eine große Belastung. Nicht nur, dass eine Fremde in ihre Privatsphäre eingedrungen war – sie musste auch befürchten, dass Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld auf den Betrug hereinfallen könnten. Bei den Ordnungshütern bedankte sie sich für das schnelle Eingreifen und die einfühlsame Betreuung.
Wer eine verdächtige Nachricht mit einer Geldforderung erhält, sollte zum Telefon greifen und die betreffende Person direkt anrufen, bevor Geld überwiesen wird. Und wer bemerkt, dass jemand auf das eigene Konto zugegriffen hat, sollte sich umgehend an die Ordnungshüter wenden.






