von ih 08.10.2026 14:39 Uhr

Schönheitschirurg in spanischem Nobelbadeort getötet

Ein Schönheitschirurg ist am Donnerstag in seiner eigenen Klinik im spanischen Nobelbadeort Marbella erschossen worden. Ein vermummter Mann habe in der Klinik an der Costa del Sol mehrfach auf den 57-jährigen Arzt geschossen, berichteten die Zeitung El País und weitere spanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage diese Informationen. Der Mediziner war früher auch in Österreich tätig.

APA/AFP/Jorge GUERRERO

Der Arzt soll von mehreren Kugeln auch am Kopf getroffen worden sein. Den Medienberichten zufolge konnten die herbeigerufenen Rettungskräfte das Leben des Mannes nicht retten. Er starb demnach am Tatort. Der Täter soll nach dem Angriff auf einem Motorrad unerkannt geflohen sein.

Es wird nicht ausgeschlossen, dass er Unterstützung eines Komplizen gehabt haben könnte. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Festnahmen gab es zunächst nicht. Einigen Regionalmedien zufolge hatte der Chirurg auch einen deutschen Pass; die Behörden machten zur Nationalität des Opfers aber keine Angaben.

Ausbildung unter anderem in Deutschland

Unklar ist bislang unter anderem auch das Motiv. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem gezielten Angriff aus und prüfen verschiedene Möglichkeiten. Auch ein Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des Chirurgen wird laut Medien untersucht. Hinweise auf eine Verbindung zur organisierten Kriminalität gibt es nach bisherigen Angaben jedoch nicht.

Der getötete Arzt war nach Medienberichten Gründer einer privaten Klinik für plastische Chirurgie in Marbella und zuvor rund zehn Jahre an Krankenhäusern in Málaga und Marbella tätig. Seine Ausbildung absolvierte er demnach in Südafrika, wo er seine Karriere begonnen habe, sowie später auch in Österreich, Deutschland und Großbritannien.

apa

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite