von wk 08.10.2026 10:37 Uhr

Gut gemeint, zu viel gefüttert: So bleibt Ihr Hund länger fit

Ein zusätzliches Leckerli oder ein Rest vom Mittagessen: Was Hundehalter als Zuwendung verstehen, kann ihrem Vierbeiner auf Dauer schaden. Zum Welthundetag erinnert der Österreichische Tierschutzverein daran, dass verantwortungsvolle Hundehaltung mehr bedeutet als einen gefüllten Futternapf. Entscheidend sind bedarfsgerechte Fütterung, regelmäßige Bewegung und geistige Beschäftigung.

Auch dieser Hund wurde wohl gesegnet. (Quelle: Ralph/Altrip/Germany bei Pixabay)

„Passendes Gewicht, regelmäßige Bewegung und geistige Beschäftigung sind keine Luxusprogramme, sondern gehören zur verantwortungsvollen Hundehaltung“, erklärt Hundeexpertin Viktoria Telloglou vom Österreichischen Tierschutzverein.

Kleine Extras können zum Problem werden

Viele Hundehalter richten die Futtermenge nach ihrem Gefühl aus. Kaustangen, Leckerlis und Tischreste kommen zusätzlich dazu – und damit oft mehr Energie, als der Hund benötigt.

Fehlt gleichzeitig ausreichend Bewegung, droht Übergewicht. Zu den möglichen Folgen zählen Gelenkprobleme, Arthrose und Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems. Wie viel Futter und Auslauf ein Hund braucht, hängt von seinem Alter, seiner Rasse, seiner Aktivität und seinem Gesundheitszustand ab.

Rippen, Taille und Bauchlinie prüfen

Übergewicht wird von Haltern häufig unterschätzt. Ein einfacher Blick auf die Körperform und das Abtasten der Rippen können bei der Einschätzung helfen.

„Die Rippen sollten leicht tastbar, die Taille von oben erkennbar und die Bauchlinie seitlich leicht aufgezogen sein“, erklärt Telloglou.

Wirkt die Körperkontur rundlich, sollten Fütterung und Bewegung angepasst werden. Eine monatliche Gewichtskontrolle hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Bei Unsicherheit empfiehlt der Tierschutzverein, den Tierarzt zu kontaktieren.

Auch der Kopf braucht Beschäftigung

Regelmäßige Bewegung verbrennt Kalorien, stärkt die Gelenke und baut Muskulatur auf. Für das Wohlbefinden reicht körperliche Auslastung allein jedoch nicht aus. Auch geistige Aufgaben gehören zum Hundealltag.

„Kurze, gezielte Kopfarbeit, wie Suchspiele, Nasenarbeit oder Intelligenzspielzeug, fördert die Ausgeglichenheit, schärft die Lernfähigkeit und steigert die Lebensqualität spürbar“, betont Telloglou.

Vier Tipps für den Alltag

  • Futter anpassen: Die Menge auf Alter, Rasse und Aktivität abstimmen. Leckerlis bei der täglichen Energiezufuhr mitrechnen.
  • Täglich bewegen: Ausreichend Auslauf ermöglichen und dabei Gesundheitszustand und individuellen Bedarf berücksichtigen.
  • Abwechslung bieten: Suchspiele, Training und geeignetes Spielzeug sorgen für geistige Beschäftigung.
  • Regelmäßig kontrollieren: Gewicht und Körperform monatlich prüfen und bei Unsicherheit den Tierarzt hinzuziehen.
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