von lif 07.10.2026 08:25 Uhr

Hollywood im Umbruch: Paramount schluckt Warner

In Hollywood beginnt eine neue Zeit. Zwei der bekanntesten Filmstudios der Welt gehören ab sofort zusammen. Doch nicht alle freuen sich darüber.

Bild: APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Wie aus Medienberichten hervorgeht, hat der Konzern Paramount die Übernahme von Warner Brothers abgeschlossen. Der Deal ist gut 110 Milliarden Dollar schwer. Paramount gehört der Familie des Milliardärs Larry Ellison. Das neue Unternehmen heißt Skydance und muss nun einen Schuldenberg von mehreren Dutzend Milliarden Dollar stemmen. Für Hollywood ist es die größte Veränderung seit 2019. Damals hatte Disney das Studio 20th Century Fox gekauft.

Bekannte Filmreihen unter einem Dach

Warner bringt Filmreihen wie „Batman“, „Superman“ und „Harry Potter“ mit. Von Paramount kommen unter anderem „Mission: Impossible“ und „Star Trek“. Paramount hat versprochen, in den ersten zwei Jahren mindestens 30 Filme pro Jahr ins Kino zu bringen, danach drei Jahre lang 32 Filme. Für jeden Film, der fehlt, sollen 30 Millionen Dollar fällig werden. Zusätzlich will der Konzern in den nächsten fünf Jahren 1,5 Milliarden Dollar in Produktionen in den USA stecken. Trotzdem befürchtet die Branche, dass viele Arbeitsplätze verloren gehen. Den Anlegern wurden Einsparungen von sechs Milliarden Dollar innerhalb von drei Jahren versprochen.

Vater und Sohn im Hintergrund

An der Spitze steht Filmproduzent David Ellison. Bekannt wurde er unter anderem mit dem zweiten „Top Gun“ Film. Er ist der Sohn von Larry Ellison, ohne dessen Milliarden der Kauf nicht möglich gewesen wäre. Ihm zur Seite steht Ynon Kreiz, der bisher den Spielzeugriesen Mattel geleitet hat. Ellison kümmert sich um die Strategie, Kreiz um das Tagesgeschäft.

Das Filmgeschäft übernehmen die bisherigen Paramount Chefs Dana Goldberg und Josh Greenstein. Ihre Kollegen von Warner müssen gehen. Die Streamingdienste HBO Max und Paramount+ leitet künftig Casey Bloys, bisher Chef von HBO Max.

Netflix ging leer aus

Eigentlich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf geeinigt. Paramount gab aber nicht auf und bot mehr Geld, und zwar für den ganzen Konzern samt Fernsehsendern wie CNN.

APA/UT24

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