Neuer Notruf an jeder Feuerwehrhalle wenn das Handynetz weg ist

Die Hallen der Freiwilligen Feuerwehren sind im Alltag nicht besetzt. Wer in einer Notlage den öffentlich zugänglichen Taster drückt, löst deshalb eine Alarmierung über einen Personenrufempfänger aus. Die zuständige Feuerwehr rückt aus, nimmt vor Ort über Funk Kontakt mit der Landesnotrufzentrale auf und setzt den Notruf ab.
Wie das LPA berichtet, werden insgesamt 332 Notruftaster an die 306 Freiwilligen Feuerwehren mit ihren 332 Feuerwehrhallen verteilt. Die Geräte liegen bereits am Sitz des Landesfeuerwehrverbandes in Vilpian bereit, berichtet Markus Rauch, Koordinator des Landesfunkdienstes in der Agentur für Bevölkerungsschutz. Vorgestellt wurde das System am Montag bei der Halle der Freiwilligen Feuerwehr Kardaun. Dort ist der erste Taster bereits funktionstüchtig installiert.
Kompatscher: Verlässliche Rückfallebene
„Die Notruftaster stärken die Sicherheit der Menschen in ganz Südtirol, gerade dann, wenn gewohnte Kommunikationswege nicht verfügbar sind“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Möglich werde diese Rückfallebene durch das dichte Netz der Freiwilligen Feuerwehren, die Zusammenarbeit von Land, Gemeinden und Einsatzorganisationen sowie das große ehrenamtliche Engagement.
An der Vorstellung nahmen auch Landesfeuerwehrpräsident Martin Künig, Gemeindenverbandspräsident Dominik Oberstaller, der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger, Primar Marc Kaufmann, der Karneider Bürgermeister Albin Kofler und Vizebürgermeisterin Martina Lantschner Pisetta teil.
Für Künig sind die Feuerwehrhallen der ideale Standort. „Die Freiwilligen Feuerwehren sind mit ihren Gerätehäusern flächendeckend in ganz Südtirol präsent und fest in den Dörfern verankert.“ Wenn Telefon oder Mobilfunk in einer Ausnahmesituation nicht mehr funktionieren, bekomme die Bevölkerung damit eine zusätzliche, verlässliche Möglichkeit, Hilfe anzufordern. „Die Menschen in Südtirol können sich seit jeher auf ihre Feuerwehr verlassen, bei Bränden, Unfällen, Unwettern und vielen anderen Notlagen“, so der Landesfeuerwehrpräsident.






