Hitzeschutz am Arbeitsplatz soll verbessert werden

Besonders die zunehmenden Hitzeperioden stellen Arbeitgeber und Beschäftigte vor neue Herausforderungen. Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof sprach sich deshalb für langfristige Lösungen aus. Die Sozialpartner sollten Betriebs- und Branchenvereinbarungen ausarbeiten, damit der Umgang mit Hitze künftig klar geregelt ist und möglichst auf kurzfristige Notverordnungen verzichtet werden kann.
Das Arbeitsinspektorat zog zugleich eine positive Bilanz der vergangenen Monate. In einem außergewöhnlich heißen Sommer mit 27 Tagen über 35 Grad wurden 78 Kontrollen durchgeführt. Dabei seien die notwendigen Schutzmaßnahmen wie beschattete Arbeitsbereiche und ausreichend Trinkwasser vorhanden gewesen. Für die kommenden Jahre sollen die Hitzeschutzleitlinien noch stärker verbreitet und die Maßnahmen besser koordiniert werden.
Auch eine Vorverlegung der Arbeitszeiten könne in bestimmten Bereichen sinnvoll sein.
Für das kommende Jahr kündigte das Arbeitsinspektorat einen eigenen Präventionsplan für Arbeiten bei Hitze an. Im Mittelpunkt stehen Landwirtschaft und Baugewerbe. Neben der Information der Betriebe soll es vor allem darum gehen, Arbeitgeber bei der Umsetzung dauerhafter Lösungen zu unterstützen.
Auch andere Berufsrisiken sollen stärker in den Blick genommen werden. Das ärztliche Arbeitsinspektorat des Südtiroler Sanitätsbetriebs plant einen neuen Präventionsplan für Beschäftigte in der Logistik. Zudem soll das Programm „Workplace Health Promotion“ künftig allen interessierten Südtiroler Betrieben angeboten werden. Bisher war die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz im Rahmen eines Pilotprojekts mit rund zehn Partnerbetrieben erprobt worden.
Gesundheitslandesrat Hubert Messner (SVP) betont, der Schutz von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sei eine gemeinsame Verantwortung von öffentlichen und privaten Einrichtungen.






