Hubschrauber gestohlen und nicht auffindbar

Zuletzt soll der Helikopter, der einem Pongauer Gastronom gehört und von der Firma des Ex-Skisprungstars Thomas Morgenstern betrieben wurde, am Montag um 4.20 Uhr über der Insel Pag in Kroatien lokalisiert worden sein. Eine Polizeisprecherin hat zwar bestätigt, dass der Hubschrauber in Kroatien geortet wurde, über den Ort machte sie aber keine Angaben. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden vorliegende Informationen nicht bekanntgegeben, hieß es.
Suche nach Hubschrauber schwierig
Die Suche gestaltet sich schwierig, weil Ortungssysteme im Hubschrauber deaktiviert worden sind. Derzeit würden gesicherte Radardaten, die vorliegen, untersucht, um herauszufinden, welcher weitere Flugweg mit dem Hubschrauber eingeschlagen wurde, hatte der Sprecher von Austro Control, Markus Pohanka,erklärt. „Sämtliche Flugspuren werden jetzt detailliert ausgewertet. In Zusammenarbeit mit dem Bundesheer und der Polizei werden die Erkenntnisse zusammengetragen. Die Nachforschungen werden von uns unterstützt.“
Der Helikopter hat den österreichischen Luftraum am Montag kurz nach 2 Uhr verlassen. Die Diebe haben wohl die mondhelle Nacht mit klarem Himmel gezielt für den Coup gewählt. Die Maschine ist laut dem Pongauer Eigentümer Manuel Aster aus Wagrain nicht nachtflugtauglich. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter mit dem Flugplatz örtlich vertraut waren. Derzeit werden gesicherte Spuren ausgewertet und Personen einvernommen, darunter auch jene, die Zugang zum Flugplatz haben.
Wer die Täter sind und zu welchem Zweck sie den Hubschrauber mit einem Neuwert von 700.000 bis 800.000 Euro gestohlen haben, bietet viel Raum für Spekulationen. Ohne die entsprechenden Papiere lasse sich die Maschine kaum legal betreiben oder weiterverkaufen, erklärte der Geschäftsführer von Heli Austria, Roy Knaus, gegenüber dem ORF Salzburg. Er hält den Verkauf oder Handel mit Einzelteilen in Europa für ausgeschlossen.
APA/UT24






