von red 30.09.2026 17:30 Uhr

Ein emotionaler Abschied: Der Alpenzoo trauert um Braunbärin „Martina“

Der Innsbrucker Alpenzoo hat eines seiner bekanntesten Gesichter verloren: Braunbärin „Martina“ musste im außergewöhnlich hohen Alter von 35 Jahren eingeschläfert werden. Ein Knochentumor sowie eine schwere Arthrose hatten der Bärin zuletzt stark zugesetzt und ihre Lebensqualität massiv eingeschränkt. Um ihr weitere Schmerzen zu ersparen, traf das Zooteam die schwere, aber humane Entscheidung.

Braunbärin „Martina“ (Quelle: Alpenzoo)

Mit Martina geht eine Ära zu Ende. Mehr als 22 Jahre lang war sie ein fester Bestandteil des Alpenzoos und hat in dieser Zeit Generationen von Besuchern begeistert. Viele, die sie heute mit ihren eigenen Kindern besuchten, kannten die ruhige Bärin noch aus ihrer eigenen Kindheit. Auch das gesamte Zoo-Team und die Tierpfleger, die Martina über Jahrzehnte hinweg liebevoll betreuten, blicken mit tiefer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück. Sie alle hatten das charismatische Tier fest in ihr Herz geschlossen.

Nach dem Verlust lebt derzeit noch das Bärenmännchen „Ander“ in Innsbruck. Wie es auf der Anlage langfristig weitergeht und ob oder wann wieder ein Weibchen einzieht, wird der Alpenzoo in enger Abstimmung mit dem zuständigen Zuchtbuch klären. Eines steht jedoch fest: Die Tradition wird fortgesetzt – auch in Zukunft wird der Alpenzoo ein Zuhause für Braunbären sein.

Andreas Raffeiner

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