von ih 28.09.2026 11:51 Uhr

Weniger Bürokratie für Betriebe gefordert

Die EU will Unternehmen künftig stärker von bürokratischen Belastungen entlasten. Die EU-Kommission plant, administrative Aufwände um mindestens 25 Prozent zu reduzieren, für kleine und mittlere Unternehmen sogar um 35 Prozent.

Foto: Pixabay

Der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh) begrüßt die angekündigte Vereinfachungsagenda. „Eine solche Bürokratie-Diät ist ganz im Sinne des Südtiroler Handwerks“, sagt lvh-Direktor Walter Pöhl. Besonders kleine Betriebe hätten häufig keine eigenen Mitarbeiter, die sich ausschließlich um Meldungen, Dokumentationspflichten und neue Vorschriften kümmern könnten.

Der lvh verweist auf eine eigene Entbürokratisierungsoffensive aus dem Jahr 2024. Dabei wurden unter anderem wiederkehrende Meldungen, komplizierte Genehmigungsverfahren und schlecht abgestimmte Abläufe zwischen Behörden als Belastungen genannt.

Gefordert wird zudem ein Praxischeck für neue Regelungen. Noch vor deren Einführung solle geprüft werden, welche Folgen sie für Klein- und Kleinstbetriebe haben. Auch bei der Digitalisierung sieht der Verband Potenzial. Nach dem sogenannten Once-Only-Prinzip sollten bereits an Behörden übermittelte Daten nicht wiederholt abgefragt werden.

Für Südtirols kleinstrukturierte Wirtschaft seien einfache und verlässliche Regeln besonders wichtig, betont Pöhl. Weniger Bürokratie könne Freiräume für Unternehmertum, Innovation und Ausbildung schaffen.

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