Alleinerziehende kämpfen mit Armut und Bürokratie

Nach Angaben der Landtagsabgeordneten Maria Elisabeth Rieder (Team K) gilt fast die Hälfte der Einelternfamilien als armutsgefährdet.
Während rund 17 Prozent aller Haushalte in Südtirol von Armut bedroht sind, liegt der Anteil bei Einelternfamilien bei etwa 45 Prozent. Besonders schwierig sei für viele Betroffene die Wohnsituation. Wer auf eine Mietwohnung und einen Mietbeitrag angewiesen ist, müsse bei der Beantragung umfangreiche Unterlagen vorlegen, darunter auch sämtliche Kontoauszüge.
Kritik übt das Team K zudem daran, dass nicht erhaltene Unterhaltszahlungen teilweise als sogenanntes figuratives Einkommen berücksichtigt werden. Dadurch könne es passieren, dass Alleinerziehende bei Sozialleistungen schlechter gestellt werden, obwohl der Unterhalt tatsächlich nicht eingegangen ist.
Neben den finanziellen Belastungen erschweren fehlende Betreuungsmöglichkeiten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Alltag.
Maria Elisabeth Rieder fordert deshalb eine Überarbeitung der Kriterien für Unterstützungsleistungen sowie höhere Sozialleistungen und Mietbeiträge. Entscheidend müsse die tatsächliche finanzielle Situation einer Familie sein.
„Wer Kinder alleine großzieht, darf vom Land nicht alleine gelassen werden“, betont Rieder anlässlich des Tages der Alleinerziehenden.






