Südtiroler Grüne kritisieren Italiens Atomkurs

Die Südtiroler Grünen kritisieren das Vorhaben Italiens scharf. Die Co-Sprecher Kathrin Werth und Zeno Oberkofler sprechen von einem „Blankoscheck“ und verweisen darauf, dass sich die italienische Bevölkerung bei Volksabstimmungen 1987 und 2011 gegen die Atomkraft ausgesprochen habe. Auch kleine modulare Reaktoren seien wegen hoher Kosten und Verzögerungen keine schnelle Lösung für den Klimaschutz, so die Grünen.
Stattdessen fordert die Partei mehr Investitionen in erneuerbare Energien, Photovoltaik, Speicher, moderne Stromnetze und Energiegemeinschaften. Auch beim Atommüll sehen die Grünen offene Fragen: Italien verfügt bislang über kein nationales Endlager für hochradioaktive Abfälle.
Eine Schutzklausel im neuen Gesetz soll die autonomen Provinzen berücksichtigen. Die Grünen fordern deshalb von der Südtiroler Landesregierung eine klare Position gegen Atomkraft auf dem Landesgebiet.






