von mmh 23.09.2026 12:44 Uhr

Mehr Mitsprache für Senioren: Südtirol setzt auf lokale Beiräte

In Südtirol gibt es derzeit 67 aktive Seniorenbeiräte. Sie sollen als Ansprechpartner vor Ort fungieren, die Zusammenarbeit zwischen älteren Menschen und den Gemeinden stärken und die Interessen der älteren Generation vertreten. Bei einem Treffen in Bozen haben sich Vertreter der Beiräte nun auf Einladung von Seniorenlandesrätin Rosmarie Pamer ausgetauscht.

Seniorenbeiräte und Seniorengemeinderäte erfüllen wichtige Aufgaben vor Ort. Seniorenlandesrätin Pamer informierte zudem darüber, welche Aufgaben das Land, die Bezirksgemeinschaften und die Gemeinden in diesem Bereich inne haben. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Ziel des Treffens war es, die Vernetzung untereinander zu stärken und bereits erprobte Projekte und Maßnahmen vorzustellen. Zu den 67 aktiven Gremien zählen auch die Seniorengemeinderäte in Bruneck und Sterzing.

Grundlage für die Arbeit der Seniorenbeiräte ist das Landesgesetz für das aktive Altern (LG 12/2022). Demnach sollen sie gemeinsam mit den Gemeinden auch konkrete Maßnahmen auf lokaler Ebene umsetzen.

Anliegen älterer Menschen stärker einbringen

Pamer betonte beim Treffen die Bedeutung der lokalen Ansprechpartner. Die Mitglieder der Seniorenbeiräte und Seniorengemeinderäte hätten unmittelbar Einblick in die Anliegen der älteren Generation. Ziel sei es deshalb, in allen Südtiroler Gemeinden entsprechende Beiräte oder Ansprechpartner zu haben.

Auch die Aufgaben von Land, Gemeinden und Bezirksgemeinschaften im Bereich Senioren wurden beim Treffen thematisiert. Dazu gehören unter anderem die Koordination lokaler Akteure, die Umsetzung von Projekten zum aktiven Altern sowie die Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten für seniorenbezogene Initiativen.

„Wir müssen immer im Blickfeld haben, was ältere Menschen brauchen, um gut zu leben“, erklärte Pamer.

Neue Seniorenbeauftragte stellt sich vor

Bei der Veranstaltung präsentierte sich außerdem die neue Seniorenbeauftragte Vera Tronti Harpf. Sie erklärte, dass es zu ihren Aufgaben gehöre, die Wertschätzung für die ältere Generation sichtbar zu machen – sowohl für das, was ältere Menschen bereits geleistet haben, als auch für das, was sie weiterhin leisten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens lag auf konkreten Projekten. Brigitte Abram, Leiterin der KVW Bildung, stellte das Projekt „Senioren online“ vor. Barbara Willimek Pellizzari, Präsidentin des Seniorengemeinderates Bruneck, berichtete über die „Seniorenmesse: 60+ gesund und aktiv“.

Simone Ferrari von der Sportvereinigung UISP informierte wiederum über Angebote, die Bewegung im Alter fördern sollen.

Ideenheft mit Projekten und Anlaufstellen

Die Direktorin des Amtes für Senioren und Sozialsprengel, Brigitte Waldner, präsentierte zudem ein neues Ideenheft. Darin sind verschiedene Initiativen und Maßnahmen rund um das aktive Altern gesammelt.

Unter anderem finden sich Informationen zum Seniorentheater, zur Unterstützung bei der Suche nach Betreuungskräften (Badanti) und zur Nachbarschaftshilfe-Börse. Auch Maßnahmen aus dem Dreijahresplan zum Aktiven Altern für den Zeitraum 2026 bis 2028 sind enthalten.

Dazu gehören beispielsweise Kurse für pflegende Angehörige, Social Cafés und Großelterncafés sowie Maßnahmen im Bereich Age Management. Zu den einzelnen Angeboten sind konkrete Ansprechpartner angegeben. Das Heft enthält außerdem eine Übersicht wichtiger Anlaufstellen.

Interessierte können sich beim Amt für Senioren und Sozialsprengel unter 0471 418250 oder per E-Mail an amt.senioren@provinz.bz.it informieren.

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