Bozen Nord: Neuer Kreisverkehr soll Staus verringern

Kernstück des Projekts ist ein neuer Kreisverkehr im Bereich der Einmündung der Autobahnausfahrt in die Brennerstaatsstraße. Dazu kommen zwei direkte Fahrspuren, über die bestimmte Verkehrsströme am Kreisverkehr vorbeigeführt werden. Eine davon ist für Fahrzeuge auf der Staatsstraße in West-Ost-Richtung gedacht, die nicht auf die Autobahn auffahren wollen. Die zweite Spur führt den Verkehr aus Richtung Eisacktal direkt zur Autobahneinfahrt. So sollen jene Verkehrsströme getrennt werden, die den Knoten heute besonders bei hohem Aufkommen belasten, berichtet verkehrsinfos.it.
Zweiter Anlauf nach Nein aus Karneid
Neu ist das Vorhaben nicht, denn bereits 2025 gab es einen Vorschlag zur Änderung des Bauleitplans, dieser fand aber nicht die Zustimmung der Gemeinde Karneid. Die Brennerautobahn AG arbeitete daraufhin eine überarbeitete Lösung aus. Neben dem Straßenbau sind weitere Eingriffe notwendig. Der bestehende Radweg soll nach Süden verlegt werden, ebenso zwei Methangasleitungen im Projektbereich. Zudem sind neue Schutzbarrieren geplant.
Weniger Staus und Unfälle erwartet
Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider erwartet sich durch die neue Verkehrsführung eine Verringerung von Staus und Unfällen. Ziel sei es, Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Knotens deutlich zu verbessern. Gerade an dieser Stelle sei das dringend nötig, weil im Bereich der Ausfahrt es immer wieder zu Unfällen kommt. Mehrere Verkehrsströme treffen hier aufeinander, gleichzeitig muss ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Staatsstraße und auf der A22 bewältigt werden.
Laut Brennerautobahn-Präsident Hartmann Reichhalter laufen bereits Vorbereitungsarbeiten und Gespräche. Ziel sei ein Baubeginn im kommenden Jahr, ob das gelingt, hänge aber noch von mehreren Faktoren ab. Die Finanzierung des Projekts ist bereits gesichert.






