Spritpreise in Tirol: Wirtschaftskammer will Entlastung statt neuer Gremien

Auch von weiteren Preisregulierungen und staatlichen Eingriffen in den Markt hält die Wirtschaftskammer Tirol nichts. Die Erfahrungen mit der Spritpreisbremse hätten gezeigt, wie problematisch solche Maßnahmen sein können. Nicht ohne Grund bleibe der Eingriff in die Margen inzwischen ausgesetzt.
Thaler warnt: „Preise lassen sich nicht einfach per Verordnung nach unten drücken. Wer in die Preisbildung eingreift, riskiert neue Verzerrungen, ohne das eigentliche Problem zu lösen.“
Dort ansetzen, wo der Staat selbst mitverdient
Wer Haushalte und Betriebe tatsächlich entlasten wolle, müsse aus Sicht der Wirtschaftskammer dort ansetzen, wo der Staat selbst einen direkten Hebel hat: bei Steuern und Abgaben. Dazu gehört auch die CO₂-Bepreisung. Die Wirtschaftskammer Tirol unterstützt deshalb den Ansatz der Arbeiterkammer, diese Belastung angesichts der hohen Energie- und Mobilitätskosten auf den Prüfstand zu stellen.
Für Thaler liegt der Ansatzpunkt klar auf der Hand: „Gerade an der Zapfsäule fährt der Staat bei jedem Liter kräftig mit. Deshalb müssen auch Steuern und CO₂-Bepreisung auf den Prüfstand. Bevor neue Gremien geschaffen werden, sollte die öffentliche Hand zuerst dort entlasten, wo sie selbst den Hebel in der Hand hat.“






