von mmh 21.09.2026 12:24 Uhr

Pflerscherbach wird aufgewertet und sicherer

Der Pflerscherbach und seine Zubringer haben im vergangenen Frühjahr eine doppelte Aufwertung erfahren: Sie bieten Tieren neue Lebensräume und schützen zugleich besser vor Hochwasser und Murgängen. Umgesetzt haben die Maßnahmen das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord und das Amt Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz. Insgesamt flossen 220.000 Euro in die Arbeiten.

Nach Abschluss der Arbeiten ist das Bachbett des Pflerscherbachs naturnäher gestaltet. (Foto: LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz)

Amtsdirektor Philipp Walder fasst das Ziel zusammen: „Mit den Maßnahmen verbinden wir die ökologische Aufwertung der Gewässer mit einem wirksamen Schutz vor Hochwasser, Erosion und Murgängen.“ Es entstünden naturnahe Lebensräume, während zugleich Straßen und Siedlungsräume besser geschützt würden. Alle Arbeiten erfolgten ausschließlich auf Flächen des öffentlichen Wassergutes. Diese seien dafür prädestiniert, als erweitertes Bachbett und Überflutungsbereiche einen wertvollen Zweck zu erfüllen, so Walder.

Der Pflerscherbach ist für Fische wieder passierbar

Mit Umweltausgleichsgeldern machte der Bautrupp unter Vorarbeiter Roland Langgartner eine rund drei Meter hohe Konsolidierungssperre am Pflerscherbach wieder für Fische durchgängig. Sie steht unterhalb von Ast, bei der Einmündung des Asterbachs. Zuvor hatte die Sperre als Einlauf in ein Ausschotterungsbecken gedient, in dem sich Geschiebe ablagerte und anschließend abtransportiert wurde.

Unter der Bauleitung von Carmen Lageder und Thomas Hasler hoben die Wildbacharbeiter die Bachsohle schrittweise mit acht Sohlgurten an und führten damit das Bachbett weiter.

Mehr Lebensraum am Toffringbach

Gegenüber dem Toffringbach, beim Holzlager der Interessentschaft Pflersch, vergrößerten die Wildbacharbeiter eine bestehende Feuchtfläche deutlich und legten einen Damm an. Das Gewässer bietet zahlreichen Fröschen und Vögeln einen wertvollen Lebensraum.

Unterhalb der Landesstraße waren außerdem Erosionen festgestellt worden. Mit dem Einbau von Sohlgurten stabilisierte der Bautrupp das Bachbett und sicherte die Straße vorbeugend vor möglichen Schäden. Gleichzeitig erhielt das Bachbett mehr Struktur und wurde aufgewertet.

Neue Rückhaltefläche im Teisslgraben

Die umfangreichste Maßnahme entstand im Teisslgraben. Dort senkten die Arbeiter die gesamte Waldfläche auf das Niveau des Bachbetts ab. Bei Hochwasser kann die Fläche nun gezielt überströmt werden. Kommt es zu einem Murgang, steht zusätzlicher Raum zur Verfügung, auf dem sich das mitgeführte Material kontrolliert ablagern kann.

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