von ih 19.09.2026 11:44 Uhr

Supercars auf Dolomitenpässen: Verbot sorgt für Streit

Ein geplantes Tourismusangebot mit 15 bis 20 Sportwagen sorgt in den Dolomitentälern für Kritik. Für Oktober ist eine organisierte Fahrt über mehrere Dolomitenpässe vorgesehen, vermutlich auch über den Grödner Pass. Dort gilt seit zwei Monaten ein Verbot für Motorsportveranstaltungen auf Straßen von besonderem ökologischem Wert und in Höhenlagen über 1.600 Metern.

Symbolbild / KI-generiert

Die Umweltvereine „Lia Natura y Usanzes“, Lia da Mont Gherdëina und Lia da Munt Ladinia sowie die Gemeinderätinnen Elide Mussner und Heidi Stuffer haben die Gemeinden Wolkenstein und Corvara auf das Angebot aufmerksam gemacht. Die Gemeinden verwiesen den Fall an das Regierungskommissariat.

Das Problem: Obwohl der Beschluss der Südtiroler Landesregierung die Bürgermeister zur Durchsetzung der Einschränkungen auffordert, fehlt den Gemeinden offenbar eine direkte Handhabe. Der Veranstalter sitzt außerhalb der betroffenen Gemeinden und hat keine Genehmigung beantragt. Zudem verläuft die geplante Strecke über Straßen, für die mehrere Verwaltungen zuständig sind.

Die Initiatoren des Verbots fordern deshalb klare Zuständigkeiten und konkrete Möglichkeiten zum Einschreiten. Ein Verbot müsse auch praktisch durchsetzbar sein, damit die Dolomitenpässe wirksam vor solchen Veranstaltungen geschützt werden können.

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