Vinschger Bahn: Neuer Schutzdamm soll Strecke bei Schlanders sichern

Auf einer Länge von rund 90 Metern zwischen den Streckenkilometern 67+030 und 67+120 entstand ein bewehrter Erddamm. Zusätzlich werden am Hang austretende Gewässer gesammelt und kontrolliert in Richtung Etsch abgeleitet.
Die Arbeiten sind Teil des EU-geförderten Projekts „SafeTrain 3“. Insgesamt werden dafür rund 868.000 Euro investiert. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des EFRE-Programms 2021–2027.
Sicherheit des Bahnbetriebs bereits gewährleistet
Nach Angaben des Mobilitätsressorts ist die Sicherheit des Bahnbetriebs bereits heute gewährleistet. Die zusätzlichen Maßnahmen sollen die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur weiter erhöhen. Wie wichtig Vorsorgemaßnahmen entlang von Bahnstrecken seien, habe der Murenabgang an der Brennerbahn in der vergangenen Woche gezeigt.
„Sicherheit auf der Schiene beginnt nicht erst am Gleis. Entscheidend ist, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt vorzusorgen“, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Mit Projekten wie „SafeTrain 3“ werde gemeinsam mit europäischen Mitteln in eine widerstandsfähige Bahninfrastruktur und damit langfristig in die Sicherheit der Menschen investiert.
Damm begrünt
Auch die STA verweist auf den zusätzlichen Schutz durch die neue Anlage. „Der bewehrte Erddamm mindert das Steinschlag- und Rutschungsrisiko“, sagt Marco Stabile, Bereichsleiter Rails & Ropes bei der STA. Die Oberfläche des Damms wurde zudem begrünt, damit sich die Anlage möglichst gut in die alpine Landschaft einfügt.
Laut Stabile sollen solche Maßnahmen die Dauerhaftigkeit der Infrastruktur erhöhen und dazu beitragen, die Sicherheit des Bahnbetriebs auch bei schweren klimatischen und hydrogeologischen Ereignissen zu gewährleisten.
Der neue Schutzdamm reiht sich in die laufenden Sicherungsmaßnahmen entlang der Vinschger Bahn ein, die seit deren Wiederinbetriebnahme im Jahr 2005 umgesetzt werden. Auf Basis hydrogeologischer und hydraulischer Untersuchungen werden die bestehenden Risiken fortlaufend bewertet, Maßnahmen priorisiert und schrittweise realisiert.






