Taufers im Münstertal unter den Gold-Gewinnern Europas

Kostelnà Lhota, das den Europäischen Dorferneuerungspreis 2024 gewonnen hatte, wurde für drei Tage zum Treffpunkt der teilnehmenden Gemeinden aus ganz Europa. Neben der offiziellen Preisverleihung standen vor allem der persönliche Austausch und das gegenseitige Kennenlernen im Fokus. Für Taufers reisten Bürgermeisterin Roselinde Gunsch, Gemeindereferentin Angelika Pircher und Koordinatorin Daria Habicher nach Tschechien, wo sie ein umfangreiches Programm bei der Siegergemeinde des vorherigen Wettbewerbs erwartete.
Einblicke in andere Gemeinden, neue Kontakte geknüpft
Die Delegationen der ausgezeichneten Gemeinden erhielten Einblicke in die Entwicklung von Kostelnà Lhota sowie umliegender Ortschaften und tauschten sich in verschiedenen Formaten über Projekte, Erfahrungen und Herausforderungen aus. Taufers im Münstertal nutzte die Gelegenheit, die eigene Entwicklung im europäischen Kontext vorzustellen und neue Kontakte zu Gemeinden mit ähnlichen Fragestellungen, aber unterschiedlichen Lösungsansätzen zu knüpfen.
„Die Auszeichnung mit Gold ist für uns eine große Anerkennung der bisherigen Arbeit der Gemeinde Taufers. Besonders wertvoll ist aber auch das Netzwerk, das durch diesen Wettbewerb entstanden ist. Der Austausch mit den anderen Gemeinden zeigt, dass viele Herausforderungen ähnlich sind, gleichzeitig aber ganz unterschiedliche Wege gefunden werden, damit umzugehen“, betont Bürgermeisterin Roselinde Gunsch.
Valposchiavo holt sich den Gesamtsieg
Den Gesamtsieg des European Village Renewal Award 2026 sicherte sich Valposchiavo im Schweizer Kanton Graubünden mit dem Projekt „100 % Valposchiavo“. Taufers im Münstertal zählt gemeinsam mit sechs weiteren Gemeinden zu den Goldpreisträgern. Die Preisverleihung in Kostelnà Lhota machte dabei deutlich, dass der Wettbewerb weit mehr ist als eine reine Auszeichnung: Die teilnehmenden Gemeinden bilden ein europäisches Netzwerk, in dem Erfahrungen, Ideen und Lösungsansätze ausgetauscht werden – gerade für kleinere und peripher gelegene Gemeinden eine wertvolle Gelegenheit, neue Perspektiven zu gewinnen und die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg zu stärken.
Nächstes Treffen in zwei Jahren in Valposchiavo
Bereits fest steht der nächste Termin des Netzwerks: In zwei Jahren findet die Preisverleihung beim aktuellen Gesamtsieger Valposchiavo statt, wo auch Taufers im Münstertal wieder vertreten sein wird. „Wir freuen uns bereits auf das Wiedersehen in Valposchiavo. Das Netzwerk ist für unsere Gemeinde eine große Bereicherung. Es ermöglicht uns, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, andere Entwicklungen kennenzulernen und gleichzeitig unsere Erfahrungen weiterzugeben“, so Gunsch.
Mit der offiziellen Entgegennahme des Goldpreises in Kostelnà Lhota findet der Bewerbungsprozess für Taufers im Münstertal seinen feierlichen Abschluss. Gleichzeitig beginnt damit ein weiterer Abschnitt des europäischen Austauschs: Die Gemeinde möchte die geknüpften Kontakte pflegen und die Impulse aus dem Wettbewerb für die eigene Dorfentwicklung nutzen. Die Gemeindeverwaltung bedankt sich zudem bei den vorherigen Verwaltungen sowie bei Bürgern und Vereinen für ihr Mitwirken während der Bewerbungsphase.






