Lange Wartelisten: Wohnnot von Menschen mit Behinderung

Bei der Tagung im Mai hatten zahlreiche Betroffene sowie Vertreter von Organisationen die schwierige Lage geschildert. Die daraus entwickelten Lösungsansätze wurden in einem Katalog gebündelt. „Jede Gemeinde ist verpflichtet, passende Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen zu schaffen, und kann diese Verantwortung nicht allein auf die Bezirksgemeinschaften übertragen“, betonte AEB-Präsidentin Angelika Stampfl.
Erhebungen in den Gemeinden geplant
Im Gespräch, an dem auch René Ploner vom Gemeindenverband teilnahm, wurden die drängendsten Punkte besprochen. Oberstaller sicherte zu, einige davon sofort anzugehen und mit seinen Bürgermeisterkollegen zu klären. Auf Anraten des AEB sollen die Gemeinden zeitnah erheben, wie viele Menschen mit Behinderung bei ihnen leben und ob es Leerstände gibt, die sich für innovative Wohnprojekte nutzen ließen. Dazu wird es auch Gespräche mit dem Institut für den sozialen Wohnbau geben.
Der AEB bewertete das Treffen positiv, beide Seiten wollen künftig regelmäßig zusammenarbeiten. Der Verband will weiterhin auf die unzureichende Wohnsituation aufmerksam machen: Die Wohneinrichtungen des Landes sind überbelegt, die Wartelisten lang. Damit der Grundsatz aus dem Gesetz zur Teilhabe und Inklusion Wirklichkeit wird, wonach Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt wählen können, wo und mit wem sie wohnen, brauche es weitere gemeinsame Anstrengungen.






