Kloster-Streit in Kaltern

Zur Abstimmung kam ausschließlich das Vorkaufsrecht sowie die Bereitstellung von rund 1,4 Millionen Euro. Der zuletzt öffentlich diskutierte Kompromiss mit dem Vinzenzverein war hingegen nicht Gegenstand der Abstimmung. Auch die Entscheidung, ob die Gemeinde das Vorkaufsrecht tatsächlich ausübt oder den Kompromiss annimmt, steht laut dem „Bündnis Kaltern“ noch aus. Voraussetzung dafür ist unter anderem die Zustimmung der Vollversammlung des Vinzenzvereins am 3. Oktober.
Die Gemeinderäte Dietmar Zwerger und Walter Bernard erklären, dass das Bündnis dem Vorkaufsrecht zugestimmt habe, weil es weiterhin für den Kauf des gesamten Klosterareals eintrete. Das Vorkaufsrecht könne der Gemeinde dabei eine Grundlage für einen möglichen Ankauf bieten und zugleich ihre Position bei den weiteren Verhandlungen stärken.
Kritik übt das Bündnis an jenen, die gegen das Vorkaufsrecht gestimmt haben. Damit sei der Gemeinde aus ihrer Sicht die Möglichkeit genommen worden, sich den Ankauf zumindest offenzuhalten und ihre Verhandlungsposition abzusichern.
Gleichzeitig betonen Zwerger und Bernard, dass das Vorkaufsrecht für das Bündnis lediglich ein Mittel zum Zweck sei. Das eigentliche Ziel bleibe der Erwerb des gesamten Areals. Damit solle in Kaltern etwas geschaffen werden, „von dem noch Generationen Nutzen ziehen werden“.






