Grüne kritisieren Wahlkreis-Deal

„Auf der Strecke geblieben sind der politische Pluralismus und die Mitbestimmung der Beteiligten“, kommentiert Foppa den Deal in einer ersten Stellungnahme. Besonders deutlich fällt ihre Kritik an der SVP aus: Die Partei habe die Rettung der eigenen Sitze vor die demokratische Vertretung gestellt und dabei in Kauf genommen, das Unterland gewissermaßen zu opfern. Verschärfend komme hinzu, dass die betroffene Region über die Entscheidung nicht einmal informiert worden sei.
Sprachgruppenübergreifende Vertretung des Unterlands gefährdet
Aus Sicht der Grünen-Politikerin ist mit dem Deal auch die traditionell sprachgruppenübergreifende Vertretung des mehrsprachigen Bezirks Unterland unter die Räder gekommen. Am Ende der Ära von Landeshauptmann Arno Kompatscher stehe damit ein Südtirol, das ethnisch geteilter sei als zuvor. Nach der Regierungsbeteiligung von Fratelli d’Italia sei dies bereits der zweite Fall, für den der Landeshauptmann und seine Partei nun geradestehen müssten, so Foppa.
„Alles hat seinen Preis“
Der Plan der SVP sei es gewesen, die eigenen Parlamentssitze zu retten – der Preis dafür sei das Unterland und dessen politische Vertretung gewesen, kritisiert Foppa abschließend, ebenso wie ein Stück Demokratie im Land.






