Kletterunfall im Karwendel: 35-Jähriger schwer verletzt

Der 35-Jährige war Teil einer 17-köpfigen Gruppe und gemeinsam mit einem 50-jährigen Kletterpartner in der Route „Supernase“ unterwegs. Die Kletterroute an der Lamsenspitz-Nordseite im Karwendelgebirge weist einen Schwierigkeitsgrad von UIAA 5+ auf.
Gegen 13.30 Uhr kletterte der 35-Jährige die erste Seillänge im Vorstieg. Kurz unterhalb des Standes, etwa drei Meter oberhalb eines von ihm gesetzten mobilen Sicherungsgeräts („Friend“), brach plötzlich der Tritt für seinen linken Fuß aus.
Der Kletterer stürzte daraufhin rund sieben Meter ins Seil. Dabei schlug er mit dem linken Fuß auf einem Felsband auf und zog sich schwere Fußverletzungen zu.
Bergrettung rückt aus
Sein Kletterpartner setzte umgehend den Alpinnotruf ab. Ein weiterer Kletterer aus der Gruppe, ein 39-jähriger Österreicher, kletterte zum Verletzten und übernahm die Erstversorgung.
Anschließend wurde der 35-Jährige bis zum Wandfuß abgeseilt. Aufgrund des herrschenden Nebels konnte der Notarzthubschrauber zunächst nicht direkt zum Unfallort fliegen. Der Hubschrauber landete deshalb bei der Stallenalm, um auf eine mögliche Wetterbesserung zu warten.
Währenddessen machte sich die Bergrettung Schwaz mit acht Einsatzkräften auf den Weg zum Unfallort.
Verletzter nach Kufstein gebracht
Nach der notärztlichen Erstversorgung transportierte die Bergrettung den Verletzten auf dem Landweg in Richtung Tal.
Als sich die Wetterbedingungen schließlich besserten, konnte der 35-Jährige vom Notarzthubschrauber „Heli 4“ geborgen und in das Krankenhaus nach Kufstein gebracht werden.
Neben den acht Einsatzkräften der Bergrettung Schwaz standen der Notarzthubschrauber „Heli 4“ sowie ein Alpinpolizist im Einsatz. Nach Abschluss der Erhebungen wird an die zuständigen Stellen berichtet.






