von ih 11.09.2026 16:14 Uhr

Keine Lust auf Faschisten in Tramin

Die Kritik von Landeshauptmann Arno Kompatscher am Jugendtreffen der Süd-Tiroler Freiheit in Tramin sorgt für Wirbel. Die Bewegung um den Landtagsabgeordneten Sven Knoll weist den Vorwurf einer Nähe zu neofaschistischen Gruppen wie CasaPound scharf zurück – und teilt ihrerseits kräftig gegen Kompatscher und die SVP aus.

Die STF will in Tramin keine Faschisten von Casapound sehen. - Foto: Süd-Tiroler Freiheit.

CasaPound hat in Tramin nichts verloren

Besonders die Verbindung zu CasaPound weist die Süd-Tiroler Freiheit zurück. Eine Stellungnahme der neofaschistischen Orgnisation zum Landesjugendtreffen in Tramin sei eine bewusste Provokation gewesen, heißt es.

CasaPound-Mitglieder hätten bei Veranstaltungen der Süd-Tiroler Freiheit ohnehin nichts zu suchen: Ihnen werde der Zutritt verwehrt.

Sven Knoll verweist gleichzeitig auf die eigene politische Arbeit gegen Faschismus und Nationalsozialismus. Erst kürzlich habe die STF im Regionalrat einen Antrag eingebracht, mit dem Benito Mussolini die Ehrenbürgerschaft in sämtlichen Gemeinden Südtirols entzogen werden soll.

AfD-Jugendsprecher distanziert sich von Neofaschisten

Auch Gastredner Jean-Pascal Hohm von der Generation Deutschland hat sich klar von CasaPound distanziert. In einem Interview mit UT24 von Freitag erklärte er, dass ihm nichts ferner liege, als sich mit Organisationen wie CasaPound gemeinzumachen.

Knoll dreht den Spieß schließlich um und nimmt Kompatschers Koalitionspartner ins Visier. Der Landeshauptmann sei wenig glaubwürdig, wenn er die Süd-Tiroler Freiheit kritisiere, gleichzeitig aber mit den Fratelli d’Italia zusammenarbeite.

Die Partei von Giorgia Meloni steht wegen ihrer historischen Bezüge zum italienischen Faschismus immer wieder in der Kritik.

Kritik an Doppelmoral der SVP

Für Sven Knoll ist die Sache deshalb klar: Während die SVP bereit sei, mit politischen Kräften zusammenzuarbeiten, die der Südtiroler Autonomie kritisch gegenüberstünden, wolle die Süd-Tiroler Freiheit ihre eigene Linie beibehalten.

Gleichzeitig zeigt sich die STF offen für eine Diskussion mit ihren Kritikern. Auch Vertreter der Antifa und andere Gegner des Jugendtreffens seien zu einem Austausch willkommen, betont Knoll.

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