von lif 09.09.2026 07:23 Uhr

Ärgerlichstes Lebensmittel des Jahres gesucht

Bis 9. Oktober kann ab sofort über das „ärgerlichste Lebensmittel des Jahres“ abgestimmt werden. Für die Initiative des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) stehen wieder fünf Produkte zur Wahl. Als „Konsum-Ente 2026“ nominiert wurden Beispiele aus der Kategorie übergroße Verpackung, je ein Fall potenzieller „Shrinkflation“ und „Skimpflation“ sowie ein Kuchen mit einer unerwarteten Zutat, berichteten die Konsumentenschützer.

Bild: APA/dpa

Die Nominierten in alphabetischer Reihenfolge: „Bardollini Pistachio Cookie“ wurden wegen übergroßer Verpackung ausgewählt. Der Karton enthält eine Plastiktasse mit vier Mulden mit Keksen. Unter den oberen Cookies in den beiden äußeren Kammern befindet sich jeweils ein zweites Gebäckstück, in den beiden inneren Kammern jeweils nur ein Keks auf einem „Podest“. „Die Verpackung hätte somit Platz für acht Kekse, enthält aber nur sechs Stück“, so der VKI.

Im Kuchenriegel steckt Alkohol

Süße Kuchenriegel im Einzelpack landen schnell in der Schultasche. „Wer solche Produkte für sich oder Kinder kauft, sollte auf einen Blick erkennen können, was darin enthalten ist – insbesondere, wenn es um alkoholische Zutaten geht“, so die Konsumentenschützer. Bei „Ferrero Fiesta l’Originale“ ist der Alkoholzusatz (8,5 Prozent Likör) nur in der Zutatenliste auf der Rückseite ausgewiesen und am Geschmack erkennbar. Das sei auch für Menschen, die Alkohol meiden, problematisch, kritisierte der VKI.

Bei den „Neoh Crunch“-Riegeln erwarten Konsumenten aufgrund der Verpackungsgröße mehr oder größere Riegel. Beim Auspacken werde der deutliche Größenunterschied zwischen Produkt und Drumherum sichtbar.

Rama Margarine zum zweiten Mal nominiert

Bereits zum zweiten Mal steht Rama Margarine zur Wahl. Schon 2022 hatte das Produkt die „Konsum-Ente“ eingeheimst. Damals schrumpfte die Füllmenge von 500 auf 450 Gramm. „Seit dem Frühjahr 2026 sind es sogar nur noch 400 Gramm, bei einem deutlich höheren Preis. Die Verpackungsgröße hat sich hingegen seit damals nicht verändert“, attestiert der VKI „Shrinkflation“. Die Preissteigerung betrage bis zu 46 Prozent im Vergleich zur 450-Gramm-Packung bzw. 63 Prozent im Vergleich zur früheren 500-Gramm-Packung.

Im Dezember 2025 war „Ruben’s Pistaziencreme“ zum Sieger einer VKI-Blindverkostung gekürt worden, nur wenig später seien Meldungen über eine veränderte Rezeptur eingegangen. „Aus ursprünglich 45 Prozent Pistazienanteil sind 15 Prozent geworden – der Preis ist hingegen unverändert geblieben, ebenso die Produktaufmachung.“ Das sei „Skimpflation“, was für die Reduktion einer wertgebenden Zutat bei gleichem Preis steht.

APA/UT24

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