Bozen: Polizei erwischt Rathaus-Schmierer

Angefangen hatte es am 3. September, als am Gebäude der Gemeinde Bozen beleidigende Sprüche auftauchten. Mit schwarzer Sprühfarbe waren sie an die Fassade des Rathauses gesprüht worden, und die Überwachungskameras hatten den Täter dabei gefilmt: ein Mann, geschätzt 60 bis 65 Jahre alt, in weißem Hemd und schwarzer Hose.
Zufällige Wiedererkennung bringt den Fall ins Rollen
Genau dieser Mann geriet gestern in eine Routinekontrolle der Streife in der Rittner Straße. Den Beamten fiel die Ähnlichkeit mit den Videoaufnahmen sofort auf – zumal der italienische Staatsbürger wegen zahlreicher einschlägiger Vorstrafen ohnehin polizeibekannt war. Da er keine Ausweispapiere bei sich hatte, nahmen ihn die Beamten zur zweifelsfreien Identifizierung und für weitere Erhebungen mit auf die Quästur.
Nicht nur das Rathaus betroffen
Die anschließenden Ermittlungen zeigten schnell: Der Mann hatte es nicht nur auf das Rathaus abgesehen. Auch mehrere andere Gebäude in der Bozner Altstadt, darunter die Stadtbibliothek, waren mit Schriftzügen versehen, die offenbar von ihm stammen. Eine schlüssige Erklärung für sein Verhalten blieb er den Beamten schuldig – seine Verantwortung für die Taten räumte er allerdings ein.
Anzeige wegen mehrfacher Sachbeschädigung
Nach Abschluss der polizeilichen Erhebungen wurde die Anzeige an die Justiz weitergeleitet. Dem Mann werden wiederholte Sachbeschädigung und die Verunstaltung fremden Eigentums vorgeworfen, hinzu kommt der Vorwurf der Verunglimpfung einer politischen und administrativen Körperschaft.






