von ih 04.09.2026 13:25 Uhr

Franz Ploner fordert Hitzeschutzplan für Südtirol

Die extremen Temperaturen dieses Sommers sorgen auch im Gesundheitswesen für Alarm. Der Team-K-Abgeordnete Franz Ploner will deshalb einen landesweiten Hitzeschutzplan für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen durchsetzen.

Franz Ploner (Bild: Team K)

In der kommenden Sitzungswoche bringt Franz Ploner im Südtiroler Landtag einen entsprechenden Beschlussantrag ein. Darin fordert er verbindliche Hitzeschutzkonzepte für Krankenhäuser, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Ziel sei es, Patienten, Heimbewohner und Mitarbeiter besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen.

Die vergangenen Hitzewellen mit Temperaturen von mehr als 40 Grad hätten deutlich gemacht, wie stark die Einrichtungen durch die zunehmende Hitze belastet werden. In nicht klimatisierten Patientenzimmern und Wohnräumen seien teilweise Temperaturen von mehr als 30 Grad erreicht worden.

Als Warnsignal verweist Franz Ploner auch auf Zahlen aus Deutschland. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts starben dort allein in diesem Sommer mehr als 16.300 Menschen infolge der Hitze. Es wäre damit die höchste Zahl an Hitzetoten seit Beginn der entsprechenden Schätzungen im Jahr 2018.

Besonders problematisch sei laut Ploner die Situation in älteren öffentlichen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Dort fehlten teilweise außenliegende Verschattungen, moderne Belüftungsanlagen oder klimatisierte Zimmer und Aufenthaltsräume. Gleichzeitig seien Notaufnahmen während der Hitzewellen an ihre Belastungsgrenzen gekommen. Auch Pflegekräfte, Ärzte und weitere Mitarbeiter hätten unter den hohen Temperaturen zu leiden. Die Folgen könnten unter anderem eine geringere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sein.

„Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zählen zur kritischen Infrastruktur und müssen auch bei extremer Hitze voll funktionsfähig bleiben. Wir dürfen kranke und pflegebedürftige Menschen nicht zusätzlichen Gesundheitsrisiken aussetzen“, erklärt Ploner.

Sein Antrag sieht deshalb einen landesweit gültigen Hitzeschutzplan sowie eigene Pläne für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen vor. Bauliche und technische Maßnahmen sollen nach Prioritäten umgesetzt werden. Zudem sollen mobile Klimageräte für Notfälle bereitstehen und Listen mit gekühlten Räumen für den Ernstfall erstellt werden.

Der Beschlussantrag wird in der kommenden Woche im Südtiroler Landtag behandelt. Das Team K hofft auf eine breite und überparteiliche Zustimmung. Gerade angesichts der zunehmenden Hitzewellen brauche es verbindliche Maßnahmen zum Schutz von Patienten, Heimbewohnern und Personal.

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