von ih 29.08.2026 16:50 Uhr

Jung, engagiert und trotzdem unterschätzt

Jung zu sein bedeutet nicht automatisch, wenig zu sagen zu haben. Kevin Pichler aus St. Martin in Passeier ist 17 Jahre alt – und bereits in mehreren Bereichen aktiv. Er engagiert sich unter anderem in der Jungen SVP, im Landesschulrat, im Landesbeirat der Schüler, im Jugendbeirat sowie in verschiedenen Vereinen.

Kevin Pichler - Landesbeirat der Schüler, Junge SVP

Für Kevin Pichler steht fest: Jugendliche sollten stärker ernst genommen werden. „Nur weil man 17 Jahre alt ist, heißt das nicht, dass man keine eigene Meinung hat“, sagt er. Gerade bei Themen, die ihre eigene Zukunft betreffen, würden sich junge Menschen intensiv mit politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.

Dass Erwachsene aufgrund ihrer Lebenserfahrung häufig mehr Gehör finden, könne er nachvollziehen. Dennoch dürfe Erfahrung nicht bedeuten, dass die Ideen junger Menschen weniger wert seien. „Erfahrung bedeutet nicht, dass eine junge Person keine guten Ideen haben kann“, erklärt Pichler.

Er selbst möchte nicht nur zuschauen, sondern sich aktiv einbringen. Durch seine Tätigkeiten in schulischen, politischen und gesellschaftlichen Gremien kann er die Interessen Jugendlicher vertreten und an Diskussionen teilnehmen. Auch die Arbeit in Vereinen sei für junge Menschen eine wichtige Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Zusammenarbeit zu lernen.

Dabei gehe es nicht darum, dass Jugendliche immer recht hätten. Vielmehr müssten sie die Chance bekommen, ihre Meinung zu äußern, Fehler zu machen und aus eigenen Erfahrungen zu lernen. Genau hier fehle es seiner Ansicht nach teilweise an Vertrauen.

„Man muss Jugendlichen auch etwas zutrauen. Wenn man uns immer nur sagt, dass wir zu jung sind, können wir nie zeigen, was wir eigentlich können“, sagt Pichler.

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