Neues Schuljahr startet mit spürbarem Gehaltsplus für Lehrer

Wenn in wenigen Tagen die Schulen wieder öffnen, greifen für das Personal bereits mehrere Verbesserungen. Der Kollektivvertrag zur Reallohnerhöhung des Landeslehrpersonals ist vor Kurzem in Kraft getreten, jener für die staatlichen Schulen soll voraussichtlich Anfang Oktober folgen. „Damit können wir im Laufe der Herbstmonate jene deutliche Lohnaufwertung vornehmen, die wir uns im Regierungsprogramm vorgenommen haben“, so Amhof. An der technischen Umsetzung werde derzeit gearbeitet.
Bis zu 12.000 Euro mehr im Jahr
Rückwirkend ab 1. Jänner 2026 gilt die Reallohnerhöhung: An Landesschulen beträgt sie 5.200 Euro brutto jährlich, an Grund-, Mittel- und Oberschulen liegt sie je nach Dienstalter zwischen 5.300 und 7.500 Euro brutto im Jahr – vorausgesetzt, die Lehrperson verfügt über Studienabschluss und Lehrbefähigung. Besonders deutlich profitieren dabei Berufseinsteiger mit entsprechender Ausbildung. Rechnet man die Ende 2025 eingeführte Inflationsanpassung dazu, ergibt sich für qualifiziertes Lehrpersonal ein Plus von 10.000 bis knapp 12.000 Euro brutto im Jahr – im Vergleich zum Schulstart im Herbst 2025.
Auch Schulsekretariate profitieren
Nicht nur beim Gehalt, auch strukturell hat sich einiges getan: In den Schulsekretariaten wirken die Reformen aus dem Vorjahr bereits spürbar. Das Berufsbild der Schulsekretärinnen und Schulsekretäre wurde überarbeitet, zudem wurden eine Koordinierungszulage sowie ein Fonds für spezielle Aufgaben eingeführt. Die Bildungslandesräte Philipp Achammer, Marco Galateo und Daniel Alfreider bestätigen, dass dazu bereits mehrfach positive Rückmeldungen eingegangen seien.
Mehr Anreiz für Zusatzdienste
Als besonders wirksam habe sich zudem die verbesserte Vergütung für Zusatzstunden erwiesen – etwa für die Mensaaufsicht oder die Begleitung von Schülerinnen und Schülern bei Ausflügen. Dort, wo es zuvor an Personal mangelte, sei das Interesse der Lehrkräfte, solche Dienste zu übernehmen, merklich gestiegen. Derzeit verhandelt man unter Federführung der Bildungsressorts über weitere Schritte, darunter eine Annäherung der Gehälter zwischen den verschiedenen Schulstufen.
Zeichen der Wertschätzung
„Mit den aktuellen Gehaltserhöhungen und strukturellen Verbesserungen setzen wir ein klares Zeichen der Wertschätzung für alle, die täglich Verantwortung für unsere Kinder übernehmen“, betont Amhof. Auch die drei Bildungslandesräte unterstreichen die Bedeutung dieser Schritte: Eine nachhaltige Stärkung der Schulen gelinge nur, wenn Lehrpersonen und dem gesamten Schulpersonal bestmögliche Arbeitsbedingungen geboten würden. Die nun greifenden Maßnahmen seien ein bedeutender Schritt zur Stärkung des Bildungswesens, der konsequent weiterverfolgt werde.






