17-Jährige stirbt nach Schwertangriff an Schule

„Unsere Gedanken sind bei all den Familien, die davon so schrecklich getroffen wurden“, sagte der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson, nachdem auch er am Wochenende einen Blumenstrauß niedergelegt hatte. „Was nicht geschehen darf, ist erneut geschehen.“ Vergleichbare Angriffe auf Bildungseinrichtungen, 2025 in Örebro und 2015 in Trollhättan, hatten Schweden in einen Schockzustand versetzt.
Der mutmaßliche Täter wurde unmittelbar nach dem Angriff am Freitag festgenommen. Es ist ein 18-jähriger Mann; übereinstimmenden Medienberichten zufolge war er Schüler der weiterführenden Schule und konnte sich deshalb Zutritt verschaffen. Erste Berichte, denen zufolge der Täter angeschossen wurde, dementierte die Polizei. Ermittelt wird wegen Mordes und versuchten Mordes. Die Frage nach dem Motiv ist bisher unbeantwortet.
Tat möglicherweise angekündigt
Das 17 Jahre alte Mädchen scheint ein Zufallsopfer gewesen zu sein, wie der örtliche Polizeichef Tommy Alriksson der Nachrichtenagentur TT zufolge sagte. Bisher werde nicht davon ausgegangen, dass bestimmte Personen gezielt angegriffen worden seien. Kurz vor der Attacke war in dem sozialen Netzwerk TikTok ein Bild veröffentlicht worden, auf dem die mutmaßliche Tatwaffe – ein mittelalterlich anmutendes Schwert – zu sehen sein soll. Verifiziert ist die Aufnahme nicht.
Der Alarm war am Freitag um 14.06 Uhr eingegangen. „Um 14.16 Uhr war der Täter überwältigt und konnte festgenommen werden. Dabei gab die Polizei Schüsse ab“, hieß es danach in einer Mitteilung. Das getötete Mädchen wurde gefunden, als die Polizei das Schulgebäude betrat, um es zu sichern. Die drei verletzten Jugendlichen, alle zwischen 12 und 17 Jahre alt, wurden ins Krankenhaus gebracht. Ein Bub musste notoperiert werden, ein anderer konnte frühzeitig wieder nach Hause.
„Es laufen intensive Ermittlungen, einschließlich Vernehmungen und der Sammlung von Informationen“, sagte Staatsanwältin Ann-Sofi Trossing. Polizeichef Alriksson sagte, das Bild zu dem Angriff vervollständige sich stetig, es sei aber noch zu früh, um konkrete Aussagen zum Motiv zu treffen. Die Menschen der Stadt mit nur knapp über 10.000 Einwohnern stehen unter Schock.
"Es ist so ungerecht"
Der öffentlich-rechtliche Sender SVT berichtete am Sonntagmorgen über ein Gespräch mit einer Freundin des Todesopfers. „Ich habe in der Schule mit niemandem so viel gelacht wie mit ihr. Ich war so glücklich. Es ist so ungerecht, dass es nie wieder so sein wird.“
apa






