Nach 35 Jahren: Vermisster ist ein Vinschger

Wie UT24 berichtete, hat ein 42-jähriger Wanderer am 21. Juni im Bereich der Vorderen Brandjochspitze bei Innsbruck mehrere Knochen entdeckt. Die Gerichtsmedizin stellte fest, dass einer der elf Knochen von einem Menschen stammt. Eine DNA-Untersuchung ergab schließlich, dass der Knochen einem seit 1991 vermissten, damals 22 Jahre alten Südtiroler zuzuordnen ist. Nun ist klar, um wen es sich handelt: Der Verstorbene ist Johannes Angerer aus Mals im Vinschgau. Das geht aus der Todesanzeige der Familie hervor.
Angerer wurde 1991 in Innsbruck als vermisst gemeldet. Schon damals vermuteten die Einsatzkräfte, dass er im Bereich der Nordkette unterwegs gewesen sein könnte. Eine groß angelegte, mehrtägige Suchaktion blieb jedoch erfolglos. 35 Jahre lang fehlte von dem jungen Mann jede Spur. Die genaue Todesursache lasse sich nach so langer Zeit nicht mehr feststellen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es laut Polizei keine. Es sei davon auszugehen, dass Angerer damals in den Bergen tödlich verunglückte.
Familie dankt den Helfern
Nach dreieinhalb Jahrzehnten der Ungewissheit kann die Familie nun endgültig Abschied nehmen. In der Todesanzeige richtet sie auch dankende Worte an alle, die damals nicht aufgegeben haben: „Wir danken den Einsatzkräften und den vielen Freiwilligen, die 1991 und in den darauffolgenden Jahren bei den Suchaktionen mitgeholfen haben.“






