von ih 19.08.2026 19:19 Uhr

Kaputte Isolierung führt zu Kabelbrand bei Wiener S-Bahn

Nach dem Kabelbrand im Bereich des Pratersterns im Wiener S-Bahn-Netz am vergangenen Donnerstag ist nun eine beschädigte Isolierung bei einer 15.000-Volt-Leitung im Bereich des Stellwerks als Ursache bekannt geworden. Wie die ÖBB am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, stand das betroffene Stellwerk während der Sommersperre nicht unter Spannung. „Beim Wiedereinschalten kam es zu einem Kurzschluss, der den Kabelbrand verursacht hat“, so die ÖBB.

APA/THEMENBILD

Eine mutwillige Beschädigung bzw. ein Sabotageakt ist demnach auszuschließen. 20 Kilometer Kabel wurden beim Feuer beschädigt und müssen getauscht werden. Ein Notfahrplan zwischen Praterstern und Hauptbahnhof trat einen Tag nach dem Brand in Kraft. Das Stellwerk, steuert neben dem Bahnhof Praterstern auch Gleisanlagen in den Bahnhöfen Wien-Mitte und Wien-Rennweg, weshalb der Bereich um den Praterstern auch nicht angefahren werden konnte.

Die beschädigten Kabel wurden noch vor dem vergangenen Wochenende entfernt, neue Kabel bereits angeliefert und mit der Verlegung begonnen. Die Instandsetzungsarbeiten nach dem Brand werden zumindest noch bis zum Beginn der ohnehin ab 7. September geplanten Hauptsperre der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien-Hauptbahnhof und Wien-Praterstern andauern. Diese Sperre gilt bis Oktober 2027.

Passagiere brauchen für Flughafen-Anreise mehr Zeit

Zwischen Wien-Mitte-Landstraße Bahnhof und Wien-Geiselbergstraße wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die S7 kann ab Wien-Geiselbergstraße zum Flughafen Wien und weiter nach Fischamend fahren. Der Flughafen Wien ist außerdem weiterhin mit Fernverkehrszügen über Wien Hauptbahnhof und mit dem Vienna Airport Bus erreichbar.

Der City Airport Train (CAT), der den Flughafen Wien/Schwechat mit dem Stadtzentrum verbindet, stellt wegen der Streckensperre infolge des Brands zwei Wochen früher als geplant auf einen Bustransfer im 12-Minuten-Takt um. Im Herbst 2027 soll der CAT dann mit neuen Stadler-Doppelstockzügen des Typs „KISS“ auf die Schiene zurückkehren, teilte der Betreiber am Dienstag in einer Aussendung mit.

apa

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