von lif 17.08.2026 06:46 Uhr

Waldbrände: Feuer, Tote und Evakuierungen

Zahlreiche Waldbrände halten Europa in Atem. Am Wochenende kamen in Griechenland und Spanien drei Menschen ums Leben und Hunderte mussten in Sicherheit gebracht werden.

Bild: APA/AFP

Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, wurden auf der griechischen Insel Salamis nahe Athen zwei Leichen geborgen. Dort waren nahezu zeitgleich zwei Brände in der Nähe beliebter Badestellen ausgebrochen. Die Küstenwache entsandte fünf Patrouillenboote, um Badegäste und Bewohner in Sicherheit zu bringen, auch Privatboote halfen. Rund 200 Feuerwehrleute sowie Löschflugzeuge und Hubschrauber kämpften gegen die Flammen. Ziel sei es zu verhindern, dass sich die beiden Feuer zu einer großen Feuerfront vereinten, hieß es.

Toter bei Löscheinsatz in Spanien

In der nordostspanischen Region Aragón kam ein am Löscheinsatz beteiligter Soldat ums Leben. Örtlichen Medien zufolge, nachdem sich sein Fahrzeug überschlagen hatte. Der seit Tagen wütende Brand bedrohte dort ein mittelalterliches Kloster, aus dem bereits die Gebeine der ersten Könige des Königreichs Aragón sowie Kunstwerke in Sicherheit gebracht worden waren. In Andalusien konnten hingegen Hunderte zuvor evakuierte Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Dort hatte ein Feuer binnen zehn Tagen mehr als 25.000 Hektar verwüstet, ehe es unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Festnahmen in Kroatien

Auch auf dem Balkan brannte es. In Kroatien nahm die Polizei vier Verdächtige wegen mutmaßlicher Brandstiftung fest. Sie sollen Brände in der Region Zadar ausgelöst haben. In der Region Omis, wo in der Nacht auf Freitag ein Mensch ums Leben kam, prüfen die Behörden ebenfalls Hinweise auf Brandstiftung.

Etwas Entspannung gab es in Österreich: Beim Großbrand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld in Niederösterreich beruhigte sich die Lage. Man habe das im Griff, betonte ein Vertreter des Bezirksfeuerwehrkommandos. Bis zum endgültigen „Brand aus“ werde es aber noch einige Tage dauern.

APA/UT24

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