von mmh 17.08.2026 16:07 Uhr

Pilzsaison gestartet: Was man beim Sammeln unbedingt beachten sollten

Die Pilzsaison lockt wieder zahlreiche Menschen in die Wälder Südtirols. Pfifferlinge und andere Pilzarten landen dabei gerne im Kochtopf. Doch beim Sammeln und Verzehr ist Vorsicht geboten: Bereits ein einziger giftiger Pilz kann schwere gesundheitliche Folgen haben.

Das Gesundheitsressort und der Südtiroler Sanitätsbetrieb weisen deshalb auf einige wichtige Regeln hin. „Pilzvergiftungen lassen sich vermeiden, indem man nur eindeutig bestimmbare Pilze sammelt“, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Wer Zweifel hat, sollte die gesammelten Pilze von Fachleuten kontrollieren lassen.

Kostenlose Kontrolle in allen vier Gesundheitsbezirken

Dafür stehen die mykologischen Kontrollstellen des Dienstes für Hygiene der Lebensmittel und Ernährung (SIAN) des Südtiroler Sanitätsbetriebs zur Verfügung. In allen vier Gesundheitsbezirken können Pilzsammler ihre Funde kostenlos bestimmen lassen.

Informationen zu den Standorten und Öffnungszeiten sind auf der Internetseite des Südtiroler Sanitätsbetriebs zu finden.

In Südtirol gelten zudem klare Regeln für das Sammeln: Pilze dürfen an geraden Kalendertagen zwischen 7 und 19 Uhr gesammelt werden.

Auch essbare Pilze richtig zubereiten

Nicht nur die Bestimmung, sondern auch die Zubereitung spielt eine wichtige Rolle. Einige grundsätzlich essbare Pilzarten müssen vor dem Verzehr ausreichend gegart werden. Nach Angaben der Fachleute werden hitzeempfindliche Giftstoffe erst durch eine Garzeit von mindestens 20 bis 30 Minuten zerstört.

Allerdings gilt auch beim Kochen Vorsicht: Nicht sämtliche Giftstoffe verlieren durch Hitze ihre Wirkung.

Pilze sind außerdem schwer verdaulich und verderben leicht. Sie sollten daher möglichst kühl aufbewahrt und innerhalb weniger Tage gegessen werden. Von größeren Mengen raten die Fachleute ab. Auch mehrere Pilzgerichte an aufeinanderfolgenden Tagen können zu Magen-Darm-Beschwerden führen.

Besondere Vorsicht bei Kindern und älteren Menschen

Für Kinder, Schwangere, ältere Menschen sowie Personen mit Verdauungsproblemen oder Lebensmittelunverträglichkeiten gilt besondere Vorsicht. Sie sollten Pilze nur in kleinen Mengen und immer gut durchgegart essen.

Wer nach einer Pilzmahlzeit Beschwerden bekommt, sollte diese ernst nehmen. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Schwindel können Anzeichen einer Vergiftung sein. In solchen Fällen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Pilz- oder Speisereste sollten nach Möglichkeit aufbewahrt werden. Sie können dabei helfen, die Ursache der Beschwerden rascher zu bestimmen.

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