Öffentliche Aufträge: Land führt „Smart-Direktvergaben“ ein

Wie das Landespresseamt mitteilt, ist auf dem Informationssystem der öffentlichen Verträge (ISOV) ab sofort die Funktion „Smart-Direktvergaben“ verfügbar. Ziel sei es, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Bei Direktvergaben stehen künftig zwei Vorgehensweisen zur Verfügung: die Direktvergabe im „klassischen Modus“ sowie die neue „Smart-Direktvergabe“. Welche Variante zum Einsatz kommt, entscheidet der oder die Einheitliche Projektverantwortliche je nach Merkmalen und Anforderungen des Verfahrens.
Die Neuerung ist Teil des laufenden Vereinfachungsprozesses des Systems. Sie soll unnötige Schritte eliminieren und die Abwicklung sowohl für die Vergabestellen als auch für die Wirtschaftsteilnehmer erleichtern.
Kein Angebot mehr über das Portal nötig
Eine der wichtigsten Neuerungen betreffe das Vorgehen. Für Wirtschaftsteilnehmer sei es nicht mehr erforderlich, ein Angebot über das ISOV-Portal einzureichen. Die Vergabestelle nimmt das Angebot und die nötigen Unterlagen außerhalb des Portals entgegen und wickelt die Vergabe anschließend darüber ab. Für die Vergabestellen ermöglicht das eine schnellere und schlankere Abwicklung, ohne dass ein Verfahren zur digitalen Einreichung eingeleitet werden muss. Der sogenannte CIG-Code wird dabei zügig generiert. Bei Beträgen unter 5.000 Euro in Echtzeit, bei höheren Beträgen innerhalb von 48 Stunden.
Mit der neuen Funktion werde die Möglichkeit geschaffen, Direktvergaben einfacher, schneller und effizienter abzuwickeln, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Das sei auch der Anspruch an eine moderne Verwaltung: Digitalisierung so einzusetzen, dass sie konkrete Vereinfachungen schaffe und Zeit sowie Ressourcen spare.






