BBT-Zulaufstrecke: Brixen und Vahrn bauen Trinkwassersicherheit aus

Die Vereinbarung wurde am Montag, 17. August, im Brixner Gemeinderatssaal vorgestellt. Beteiligt sind die Gemeinden Brixen und Vahrn, der Schienennetzbetreiber RFI, die Stadtwerke Brixen AG, die Trinkwasserinteressentschaft Pfeffersberg sowie das Bodenverbesserungskonsortium Pfeffersberg.
Hintergrund sind die geplanten Tunnelarbeiten im Bereich Schalders. Die südliche BBT-Zulaufstrecke führt unter anderem durch den Schaldererberg. Da durch die unterirdischen Bauarbeiten eine Beeinträchtigung bestehender Quellen nicht ausgeschlossen werden kann, soll die Wasserversorgung bereits im Vorfeld abgesichert werden.
Quellen und Grundwasser werden überwacht
Vorgesehen ist ein engmaschiges Kontroll- und Sicherungssystem. Quellen und Grundwasser sollen laufend überwacht werden. RFI arbeitet dafür bereits seit 2025 mit den Stadtwerken Brixen zusammen. Gemeinsam wurde ein Maßnahmenpaket ausgearbeitet, das die bestehende Infrastruktur während der Bauarbeiten ergänzen und die Versorgungssicherheit erhöhen soll.
Geplant ist unter anderem ein neuer Tiefbrunnen nördlich des Fernheizwerkes in Vahrn. Zusätzlich soll in Vahrn ein neuer Trinkwasserspeicher mit zwei Hochbehältern entstehen. Jeder der beiden Behälter soll über ein Fassungsvermögen von 1800 Kubikmetern verfügen. Ergänzt wird die Anlage durch eine Druck-, Regel- und Pumpstation.
Auch der Pfeffersberg soll zusätzlich abgesichert werden. Eine Trinkwassernotversorgungsleitung sowie eine Beregnungsleitung mit einem dazugehörigen Speicherbehälter sollen dort künftig die Trinkwasser-, Beregnungs- und Löschwasserversorgung sicherstellen.
Die Umsetzung der Maßnahmen übernehmen die Stadtwerke Brixen. Generaldirektor Franz Berretta betont, dass die Stadtwerke aufgrund ihrer Erfahrung, vorhandener Daten und Mitarbeiter für die technischen Anforderungen und das Monitoring vor Ort zuständig sein können.
Mit den Bauarbeiten soll Anfang 2027 begonnen werden.
10,45 Millionen Euro für die Maßnahmen
Insgesamt sind für das Maßnahmenpaket 10,45 Millionen Euro vorgesehen. Den größten Teil übernimmt RFI: 8,85 Millionen Euro stellt der Schienennetzbetreiber zur Verfügung. Weitere 1,6 Millionen Euro werden über Mittel für Umweltausgleichsmaßnahmen der Gemeinde Vahrn finanziert.
Umwelt-, Natur-, Klimaschutz- und Energielandesrat Peter Brunner bezeichnet die Vereinbarung als wichtigen Schritt. Angesichts zunehmender Trockenperioden und längerer Phasen mit weniger Niederschlag sei eine sichere Trinkwasserversorgung besonders wichtig. Bei großen Infrastrukturprojekten müsse deshalb frühzeitig geprüft werden, welche Auswirkungen auf Wasser, Umwelt und Versorgungssicherheit entstehen können.
Auch Brixens Bürgermeister Andreas Jungmann und Vahrns Vizebürgermeisterin Margareth Mair Engl betonen die Bedeutung der Zusammenarbeit. Ziel sei es, die Qualität und Sicherheit der Wasserversorgung auch während und nach den Bauarbeiten langfristig zu gewährleisten.
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